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Private Altersvorsorge

In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

Private Altersvorsorge | 17.10.2019 Drucken

Miese Noten im Fach Finanzen

Die schlechte Vorbereitung junger Menschen auf eigene Finanzentscheidungen sollte Gesellschaft und Politik endlich zu denken geben. Erst jüngst machte die Direktbank comdirekt mit ernüchternden Umfrageergebnissen darauf aufmerksam.

Deutschlands Jugend erteilt sich selbst schlechte Noten für die eigene finanzielle Bildung: im Durchschnitt lediglich eine 3,3. Das ergab eine Erhebung, die von comdirect in den zurückliegenden Monaten in mehreren Etappen der Öffentlichkeit vorgestellt worden ist. 40 Prozent der Befragten erteilten darin der schulischen Finanzbildung die Note 5 oder 6.

Bereits beim Verständnis gebräuchlicher Begriffe fängt es an. Zwar wissen die meisten Jugendlichen mit Bezeichnungen wie „Kreditkarte“, „Zinsen“ oder „Girokonto“ etwas anzufangen, aber bereits beim immer wieder auftauchenden Wort „Inflation“ scheitert ein Drittel. Mit „Liquidität“ kann die Hälfte nicht umgehen und was sich hinter dem Begriff „DAX“ verbirgt, vermag nicht einmal jeder Zweite zu erläutern.

„Selbst von den 22- bis 25-Jährigen könnten nur 53 Prozent erklären, was Liquidität ist. Auch der Begriff ‚Rendite‘ ist jedem zweiten 22- bis 25-Jährigen nicht geläufig. Dass viele junge Erwachsene solche Wörter, die meiner Meinung nach zum Allgemeinwissen gehören sollten, nicht verstehen, zeigt die Schwäche im Bereich der finanziellen Bildung“, so Arno Walter, Vorstandsvorsitzender von comdirect.

Jugend ist sich eigener Unwissenheit bewusst

Die eigene Unwissenheit in finanziellen Angelegenheiten ist der Jugend durchaus bewusst. 18 Prozent geben sich selbst die Schulnote 5 oder sogar 6 für ihr Finanzwissen. Nur 27 Prozent würden sich mit einer 1 oder 2 benoten. Baden-Württemberg und das Saarland schneiden hinsichtlich der Vermittlung von Finanzwissen am besten ab (jeweils Note 3,0), während Niedersachen mit der durchschnittlichen Schulnote von 3,7 Schlusslicht ist. 92 Prozent aller Befragten wünschen sich deshalb das Fach „Finanzen“ in der Schule, 49 Prozent sogar als Pflichtfach.

„Wir sollten uns als Gesellschaft aber nicht allein auf die Schulen als Vermittler von Finanzwissen verlassen. Hier ist jeder von uns gefragt, auch die Familie und Unternehmen, gerade auch aufgrund der notwendigen privaten Altersvorsorge“, sagt Walter. „Digitale Lernformate werden zunehmend an Bedeutung gewinnen und finanzielle Bildung günstig, einfach, jederzeit und überall ermöglichen.“

Auf der Suche nach geeigneten Formaten

Auf den Bedarf an einer verbesserten Finanzbildung weist auch das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) seit geraumer Zeit hin. Derzeit läuft ein größeres Projekt, mit dem das DIA neue Formate für die Vermittlung von Finanzwissen eruiert. Grundlage war eine umfangreiche Befragung unter Jugendlichen, in der verschiedene Wege der Information und Interaktion zur Diskussion gestellt wurden. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen stellt das DIA voraussichtlich im November der Öffentlichkeit vor.


Bereits zum zweiten Mal hat comdirect über ein Online-Panel (Toluna) bundesweit Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 16 Jahren und 25 Jahren zum Thema „Geld und Geldanlagen“ befragt. Insgesamt nahmen 1.600 Personen an der Umfrage teil. Die Umfrage wurde im Januar 2019 durchgeführt.

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