Nachricht an die Redaktion

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Vorsorgemappe

Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

DIA Update

Abonnieren Sie den kostenlosen
Newsletter des DIA.

Private Altersvorsorge

In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

Private Altersvorsorge | 8.4.2020 Drucken

Mehr Storno nach Verkauf der Verträge?

Wenn ganze Vertragsbestände von Lebensversicherern an sogenannte Bestandsversicherer verkauft werden, die selbst kein Neugeschäft betreiben, sondern nur die übernommenen Verträge bis zum Ende der Laufzeit halten, steigt die Unzufriedenheit unter den Kunden. So lautet eine weit verbreitete Annahme.

Die Bestandsversicherer stehen nicht im Wettbewerb um neue Kunden. Das könnte sich auf den Umgang mit den übernommenen Verträgen auswirken.

Run-offsDie Studie „Run-offs bei Bestandsverträgen zur Altersvorsorge“, die das Deutsche Institut für Altersvorsorge zusammen mit der V.E.R.S. GmbH in Leipzig aufgelegt hat, untersuchte, ob diese Annahme wirklich zutrifft. Dazu wurden die Stornoquoten bei den Bestandsversicherern untersucht und mit dem übrigen Versicherungsmarkt verglichen. Die Stornoquote gibt an, welchen Anteil des Versicherungsgeschäfts die Kunden vorzeitig kündigen. Dabei wird der Abgang der Verträge durch Rückkauf und Umwandlung in beitragsfreie Versicherungen sowie der sonstige vorzeitige Abgang ins Verhältnis zum mittleren Jahresbestand an Versicherungsverträgen gesetzt.

Kritik ist nicht berechtigt

Das Ergebnis fällt klar aus. Die durchschnittliche Stornoquote beträgt bei den Bestandsversicherern in den Jahren 2014 bis 2018 durchschnittlich 2,45 Prozent. Sie ist damit deutlich niedriger als bei den restlichen Versicherern, die auf 3,13 Prozent kommen. Die vor allem von den Kritikern der Bestandsversicherer geäußerte Annahme, dass die Stornoquoten nach dem Verkauf an die Run-off-Versicherer generell steigen, lässt sich also nicht pauschal bestätigen.

Hohe Verzinsung hält die Kunden

Für die sogar erkennbar niedrigeren Quoten haben die Autoren der Studie eine Erklärung: Sie könnten auf Opportunitätsüberlegungen beruhen. Für Altverträge, die aus heutiger Sicht eine relativ hohe garantierte Verzinsung bieten, bestehen aktuell keine vergleichbaren Investitionsmöglichkeiten. Ein Storno des Vertrags wäre vor diesem Hintergrund aus rationaler Sicht nicht sinnvoll. Für den abgebenden Versicherer ist sie der Hauptgrund, diese älteren Verträge abzustoßen. Für die Kunden hingegen ein starkes Motiv, den Vertrag nicht zu kündigen, weil solch hohe Garantiezinsen nicht mehr zu bekommen sind.

Nachricht an die Redaktion

Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

Nachricht an die Redaktion

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Artikel teilen

Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Ausgewählte Artikel zum Thema
Run-offs

Was bringt der Run-off den Sparern?

Wenn ein Lebensversicherer durch einen sogenannten Run-off sein Neugeschäft einstellt und die bestehenden Verträge an ein auf die Fortführung älterer LV-Bestände spezialisiertes Unternehmen verkauft, fragen sich die betroffenen Sparer, was ihnen dieser Wechsel bringt. Arbeitet der Bestandsversicherer günstiger? Hat er wirklich geringere Kosten, wie er vorgibt? Kommen mehr Erträge beim Kunden an? Darüber wird öffentlich […]

Artikel lesen

Meine Lebensversicherung wurde verkauft - was nun?

Die Studie wurde in dieser Woche vorab im Rahmen einer DIA-Veranstaltung vorgestellt. „Meine Lebensversicherung wurde verkauft – was nun?“ lautet ihr Thema. Experten aus verschiedenen Bereichen diskutierten darüber, was der Verkauf von Lebensversicherungsbeständen für die Kunden und deren Versicherer bringt. Anbei einige Zitate aus der Diskussion: Prof. Dr. Fred Wagner, Institut für Versicherungswissenschaften an der […]

Artikel lesen
Versicherung

Kapitalverstärkung bei Run-off-Versicherern

Unternehmen, die von anderen Lebensversicherern bestehende Verträge kaufen und diese dann bis zur Fälligkeit weiter führen, weisen eine deutlich andere Ausstattung mit Solvenzkapital, also mit Eigenmitteln aus als der restliche  Lebensversicherungsmarkt. Auf diese Unterschiede macht die jüngste Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) aufmerksam. Sie untersuchte sogenannte Run-offs bei Bestandsverträgen zur Altersvorsorge. Dafür wurde […]

Artikel lesen