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Private Altersvorsorge

In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

Private Altersvorsorge | 3.3.2016 Drucken

Kunden hören nicht auf Finanzberater

Viele Deutsche sind mit dem Blick auf ihren Ruhestand beunruhigt. Gerade bei dem Thema Altersvorsorge herrscht meist eine große Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Gerade bei der Frage, wie man richtig für das Alter vorsorgt, scheint eine regelmäßige Beratung in Finanzangelegenheiten unabdingbar:

Kunden ignorieren die Ratschläge ihrer Finanzberater„Auch wenn es in der Verantwortung des Einzelnen liegt, für sein Einkommen im Alter vorzusorgen und die eigene Finanzplanung rechtzeitig anzugehen, so sind umfassende Informationen, eine regelmäßige Beratung sowie ein klares Verständnis der Chancen und Risiken einer Geldanlage unverzichtbare Faktoren für eine erfolgreiche finanzielle Vorsorge“, sagt Christian Machts, Leiter des Privatkundengeschäfts bei der Investmentgesellschaft BlackRock.

Dabei kann ein Finanzberater helfen. Aber inwieweit setzen Vorsorgesparer die Handlungsempfehlungen eines Beraters auch in die Realität um?

Wie schlagen sich die Empfehlungen nieder?

Prof. Dr. Oscar Stolpe vom Institut für Accounting & Finance der Philipps-Universität Marburg und der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Andreas Walter von der Justus-Liebig-Universität Gießen beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit den Anlage- und Vorsorgeentscheidungen von privaten Haushalten. Zu dieser Frage haben die Wissenschaftler kürzlich eine empirische Untersuchung abgeschlossen und dabei das Entscheidungsverhalten von Finanzkunden im Zusammenhang mit Vermögensaufbau und -optimierung betrachtet.

Als Grundlage ihrer Untersuchung diente ein Datensatz von 6.000 Kunden eines deutschen Finanzberatungsunternehmens, das mit einer standardisierten und damit für die Kunden transparenten Beratung arbeitet. Die Schwerpunkte der Beratung lagen auf der Altersvorsorge und der Absicherung existenzieller Risiken. In Form eines Eins-zu-Eins-Vergleichs sollte ermittelt werden, wie sich die Empfehlungen des Finanzberaters in der tatsächlichen Kontobewegung des Kunden niederschlagen.

Zwei Drittel ignorieren die Vorschläge

Die Ergebnisse der Wissenschaftler zeigen, dass selbst in einem Umfeld, wo das Risiko des Erwerbs eines ungeeigneten Finanzproduktes reduziert ist, nur sehr wenige Kunden der Empfehlung des Finanzberaters folgen: Zwei Drittel der Kunden halten sich nicht an die Ratschläge. Sie legen meist gar kein Geld an beziehungsweise machen etwas ganz anderes damit. Lediglich ein Drittel folgt in irgendeiner Form der Empfehlung des Finanzberaters. Jedoch beherzigen die meisten von ihnen nur einen Teil der Ratschläge. Stolper nimmt an, dass die Kunden möglicherweise befürchten, der Berater wolle nur seine Provisionserträge maximieren.

Aus der Stichprobe kann zudem entnommen werden, dass nur sehr selten Kunden, die eine hohe Allgemeinbildung in Finanzfragen haben, den Empfehlungen des Beraters folgen. Das war auch die Kundengruppe, die meist unterschiedliche Finanzberater herangezogen hat. Daher kann ausgeschlossen werden, dass diese Kunden lediglich dem Rat eines Beraters folgen.Selbst unter weitgehendem Ausschluss der Risiken einer Falschberatung bleibt die negative Haltung der Kunden bestehen. Die Ergebnisse der Untersuchung veranschaulichen, dass Vorbehalte bei der Finanzberatung nicht allein durch standardisierte Finanzberatung behoben werden können

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