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Private Altersvorsorge

In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

Private Altersvorsorge | 13.6.2018 Drucken

Junge Ideen für die Altersvorsorge

Junge Leute machen sich keine Gedanken über die Altersvorsorge? Stimmt nicht. Einige denken sogar angestrengt darüber nach, wie Aufklärung und Beratung zur Absicherung im Alter besser gemacht werden kann als bisher.

Zum Beispiel vier Schüler des St.-Viti-Gymnasiums in Zeven. Sie reichten beim deutschlandweiten Wettbewerb „Startup Teens“ einen Business-Plan für eine Online-Plattform für digitale Finanzlösungen ein.

Apps in der BeratungGibt es schon, werden viele vorschnell einwenden. Wer dabei auf bloße Vergleichsplattformen für Versicherungen oder andere Finanzprodukte verweist, liegt mit seinem Einwand aber nicht richtig. Die vier jungen Gründer wollen einen Schritt weitergehen. Die Besucher auf den Vergleichsplattformen wissen nämlich im Grunde schon, wonach sie suchen. Das ist aber gerade bei der Mehrzahl der Deutschen noch nicht der Fall. Daher setzt das Konzept der Gymnasiasten einen Schritt früher an.

Ihr Vorschlag ist eher eine Wissensplattform mit der Möglichkeit, zu individuellen Entscheidungen zu kommen. Da sich aber viele Menschen nur ungern mit ihren Finanzen beschäftigen und in jungen Jahren die Altersvorsorge ohnehin in weiter Ferne liegt, wollen sie erst einmal aufklären. So soll ihre Seite zunächst Wissen vermitteln, informieren, Vertrauen schaffen. Daher planen sie auf ihrer Website Tools, mit denen spielerisch Finanzwissen erworben werden kann, unterhaltsame Lernvideos und die Einbindung von professionellen Beratern, die Antwort auf individuelle Fragen liefern, sowie eine Community, in der Finanzthemen diskutiert werden.

Andere Art von Beratung

Angetrieben zur Entwicklung ihrer Idee wurden Sie durch den Startup-Wettbewerb. In der ersten Runde kamen sie in der Kategorie „Consumer Products“ unter die ersten fünf. Die Jury, bestehend aus Geschäftsführern von Unternehmen, fand ihr Konzept überzeugend. Mit einem Präsentationsvideo gingen sie in die nächste Runde des Wettbewerbs. Die Technik habe sich in den zurückliegenden Jahrzehnten rapide weiterentwickelt, nur an der Finanzberatung habe sich nicht viel geändert. Junge Menschen seien für diese Art von Beratung aber immer weniger zugänglich.

Erst orientieren, dann entscheiden

Daher suchten sie nach einer Alternative und sind bei der Idee einer Online-Plattform gelandet. Eine Baustelle für die eigene Homepage gibt es schon. Actly.net soll bald mit den ersten Funktionen starten, verspricht das Gründer-Quartett. Von der Erscheinung her ähnelt das Ganze Fintechs wie Clark oder Wefox. Einen Unterschied machen die vier jungen Gründer allerdings: Sie wollen viel stärker auf die Orientierungsphase vor der eigentlichen Entscheidung für ein Vorsorgeprodukt setzen. So darf man gespannt sein, was auf actly.net zu finden sein wird, wenn die Gründer wirklich Ernst machen mit ihrer Idee und die Seite scharf schalten. Sollten sie bei Startup Teens aufs Treppchen kommen, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass ein neues Fintech mit Schwerpunkt Altersvorsorge entstehen könnte.


Wer die Idee der Gründer gut findet, kann sie mit einem Voting unter www.startupteens unterstützen.

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