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Private Altersvorsorge

In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

Private Altersvorsorge | 13.1.2021 Drucken

Bei der Altersvorsorge liegen die Banken vorn

Die Kreditwirtschaft bleibt der wichtigste Vertriebskanal für private Altersvorsorgeprodukte in Deutschland.

Die Banken verfügten 2019 mit 36 Prozent über den größten Anteil am Neugeschäftsvolumen, gemessen mit der Kennziffer Annual Premium Equivalent (APE). Sie ergibt sich aus der Summe der laufenden Beiträge für ein Jahr und einem Zehntel der Einmalbeiträge.

Hinter den Banken folgen die Einfirmenvermittler (32 Prozent) und die Makler/Mehrfachagenten (27 Prozent). Das zeigt die detaillierte Betrachtung nach Produktgruppen in der Willis Towers Watson Vertriebswegestudie 2019 zur deutschen Lebensversicherung.

Insgesamt lösten die 86 in der Studie analysierten Lebensversicherer im Jahr 2019 ein Neugeschäft in Höhe von 6,6 Milliarden Euro nach APE ein. Das ist ein Plus von einer Milliarde Euro im Vergleich zum Vorjahr. Davon entfielen auf Produkte für die private Altersvorsorge 4,2 Milliarden Euro, nach 3,5 Milliarden Euro im Jahr 2018.

Gespaltene Spitzenposition

Wird nach laufenden und einmaligen Beiträgen unterschieden, haben die Banken jedoch nur bei den Einmalbeiträgen eine deutliche Führungsposition (44 Prozent). Bei laufenden Beiträgen hingegen liegen Einfirmenvermittler mit 43 Prozent vorn. Dann kommen die Makler und Mehrfachagenten (29 Prozent) und die Banken (24 Prozent). „Banken kennen die hohen liquiden Mittel ihrer Kunden“, sagt Henning Maaß, für die Studie verantwortlicher Berater bei Willis Towers Watson. Verglichen mit den klassischen Zinsanlagen der Banken bieten die Versicherungsprodukte trotz jahrelanger Absenkungen bei Garantiezinsen und Überschussbeteiligungen offenkundig immer noch einen erkennbaren Vorteil für die Bankkunden.

„Bei laufenden Beiträgen allerdings haben die Banken 2019 sogar geringfügig weniger Neuzugang in der privaten Altersversorgung erzielen können als noch 2018. Die Einfirmenvermittler konnten 2019 bei laufenden Beiträgen hingegen 95 Millionen Euro mehr Neuzugang in der privaten Altersversorgung einlösen als in 2018.“

Starkes Wachstum der Einmalanlagen

Die Bedeutung der privaten Altersversorgung für die Branche hat 2019 nochmals zugenommen. Der APE-Neuzugang stieg von 3,5 Milliarden Euro im Vorjahr auf 4,2 Milliarden Euro in 2019. „Die anderen Produktgruppen haben zwar ebenfalls zugelegt, aber nicht in dem hohen Maße wie die private Altersversorgung. Deren Anteil ist von 62 auf 65 Prozent gestiegen“, erläutert Maaß. Einmalbeiträge konnten sogar um 37 Prozent auf 24,5 Milliarden Euro zunehmen. Erfreulich sei auch die Steigerung des Neuzugangs bei den laufenden Beiträgen, so Maaß weiter. Diese beträgt acht Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.

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