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Presse

Pressemeldungen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge

29.8.2019 Drucken

Mehrheit gegen Pflichtvorsorge

Mit 47 Prozent lehnt nahezu die Hälfte der Deutschen eine ergänzende Pflichtvorsorge fürs Alter ab. Das zeigt eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) im jüngsten DIA Deutschland-Trend.

Damit plädiert eine Mehrheit für Freiwilligkeit in der zusätzlichen Altersvorsorge. Nur 30 Prozent sind nicht generell dagegen. 17 Prozent haben keine Meinung dazu. Eine Pflicht zur Betriebsrente hat Karl-Josef Laumann, Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), in diesem Sommer vorgeschlagen. Allerdings haben Regierungsparteien in der jüngeren Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit zusätzlicher Pflichtvorsorge gemacht. Als das letzte Mal ein derartiger Versuch im Zusammenhang mit der Einführung der Riester-Rente gestartet wurde, genügte ein Beitrag in der Bildzeitung, um die Idee über Nacht zunichte zu machen.

Keine Beschränkung auf Sozialversicherte

Die Durchsetzung einer Betriebsrentenpflicht wäre noch unter einem anderen Aspekt problematisch. 58 Prozent der Befragten erklärten nämlich, wenn eine solche verpflichtende, selbst finanzierte ergänzende Altersvorsorge komme, sollte diese auch für Personen gelten, die nicht sozialversicherungspflichtig sind, also zum Beispiel auch für Beamte und Selbstständige. Vor allem Ältere vertreten diese Auffassung. In der Gruppe der ab 65-Jährigen erheben immerhin 69 Prozent diese Forderung. Unter den 18- bis 24-Jährigen sind es mit 34 Prozent dagegen nur halb so viele. Mit einer verpflichtenden Betriebsrente würden nur die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erreicht.

Zwei weitere stark verbreitete Auffassungen zeigte die DIA-Umfrage darüber hinaus. Zum einen sieht eine Mehrheit bei einer solchen verpflichtenden Altersvorsorge die Arbeitgeber in der Pflicht. Sprich: Die Unternehmen sollen die Beiträge dafür aufbringen. Zum anderen hält ein großer Anteil der Befragten (43 Prozent) die Einführung einer verpflichtenden Altersvorsorge für ein geeignetes Werkzeug, um gerade unter den Geringverdienern das Risiko der Altersarmut zu senken. Demgegenüber haben 31 Prozent Zweifel, ob das auf diesem Wege gelingen könnte, 20 Prozent wissen es nicht.


Die Online-Befragung, die von INSA Consulere durchgeführt worden ist, fand in der Zeit vom 9. bis 12. August 2019 statt. Daran nahmen 2.060 Personen über 18 Jahren aus ganz Deutschland teil.

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