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    Presse

    Pressemeldungen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge

    22.1.2013 Drucken

    DIA weist auf Rechenfehler beim Rentenniveau hin

    Die Diskussion der Parteien und Politiker über die künftige Entwicklung des Niveaus der gesetzlichen Rente ist nach Auffassung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) politischer Schaukampf, der mit der Lebensrealität der Menschen wenig zu tun hat. Diese Rechengröße wird zum einen von den Bürgern nicht verstanden, zum anderen enthält ihre Berechnung einen grundsätzlichen Fehler, der zu Abweichungen von den tatsächlichen Verhältnissen der Rentner führt. Das DIA schlägt daher vor, wieder zum Bruttorentenniveau zurückzukehren.

    Beim Begriff „Rentenniveau“, der in der öffentlichen Auseinandersetzung verwandt wird, handelt es sich um das sogenannte „Sicherungsniveau vor Steuern“. Es beträgt nach den Angaben im aktuellen Rentenversicherungsbericht 49,6 Prozent für das Jahr 2012 und soll auf 48,9 Prozent in 2013 sinken. Das Sicherungsniveau vor Steuern wird ermittelt, indem die Standardrente nach Abzug der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ins Verhältnis zum Durchschnittsentgelt gesetzt wird, das zuvor um den Arbeitnehmerbeitrag zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung ver­mindert wurde.

    Die grundsätzliche Berechnung gibt der § 154 Abs. 3 Nr. 2 des Sozialgesetzbuches VI vor. „Die für 2012 ausgewiesenen 49,6 Prozent entsprechen aber nicht dem tatsächlichen Sicherungsniveau vor Steuern, sondern dieses liegt bei knapp 52 Prozent“, stellt Finanzmathematiker Werner Siepe fest, der sich für das DIA kritisch mit der Berechnung des Rentenniveaus auseinandergesetzt hat. Bei der Berechnung des verfügbaren Durch­schnittsentgelts wird nämlich die Sozialbeitragsquote auf Basis der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen benutzt, die alle Beiträge zu den sozialen Schutzsystemen erfasst. Die Beiträge zu den Sozialversicherungen werden dabei allerdings in Relation zum Bruttoentgelt aller abhängig Beschäftigten gestellt, einschließlich der Beamten. „Beamte zahlen aber keine Beiträge in die Sozialversicherungssysteme. Daher liegt die gesamtwirtschaftliche Sozial­beitragsquote mit etwa 17 Prozent niedriger als die tatsächliche Abgabenquote der Arbeit­nehmer von rund 20 Prozent“, erklärt Werner Siepe.

    Wegen dieses Berechnungsfehlers und wegen der äußerst geringen Verständlichkeit des Sicherungsniveaus vor Steuern ist es nach Auffassung des DIA ratsam, in der öffentlichen Diskussion wieder das Bruttorentenniveau zu verwenden, das auch im jüngst erschienenen Alterssicherungsbericht der Bundesregierung weiterhin ausgewiesen wird. „Die Argumen­tation mit einer Kennzahl, die niemand begreift, fördert die Altersvorsorge nicht, sondern nährt lediglich Unsicherheit“, erklärt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. Im Übrigen hatte bereits der Sozialbeirat der Bundesregierung in seinem Gutachten zum Renten­versicherungs­bericht 2004 Bedenken zum „Nettorentenniveau vor Steuern“ be­ziehungsweise „steuerbereinigten Nettorenten­niveau“ geäußert, das dann später in „Sicherungsniveau vor Steuern“ umbenannt wurde, und für das Bruttorentenniveau plädiert.  Letzteres war damals politisch aber nicht opportun.

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