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Kapitalmärkte und Kapitalanlagen

Die Börse im Blick: So wird investiert.

Kapitalmärkte und Kapitalanlagen | 7.3.2012 Drucken

Teil 2: Sind aktive Manager ihren Preis wert?

Regelmäßige Gesamtkostenanalysen

Inwieweit die Kostenfrage bei der Auswahl und dem Monitoring von Mandaten einfließt und als Entscheidungskriterium dient, wird indes recht unterschiedlich beurteilt. Nach Einschätzung von Herbert Jobelius analysieren institutionelle Anleger die Ergebnisse ihrer Kapitalanlagen sehr differenziert: „Primäre Kriterien sind Performance und Risiko. Die Betrachtung erfolgt in der Regel nach Kosten, sodass der Einfluss der Kosten und Gebühren jeweils im Ergebnis der Anlage abgebildet und der Benchmark gegenüber gestellt wird. Daneben werden regelmäßig Gesamtkostenanalysen und Transaktionskostenanalysen erstellt“, erläutert er.

Keine einhellige Meinung

Hingegen kann Kehr dies in der Gesamtheit nicht feststellen. Sein Eindruck ist, dass das Thema Kosten im allgemeinen nicht besonders intensiv betrachtet wird. „Wir können nicht feststellen, dass von Anbietern durchweg eine hohe Kostentransparenz hergestellt oder dass diese von Investoren stets abgefragt wird.“ So würden Brokerage-Fees und Commissions seiner Erfahrung nach kaum abgerufen. Auch für regelmäßige Kostenanalysen gebe es keine durchgängige Praxis bei Investoren. Die Differenzierung nach Kostenbestandteilen und deren Analyse kämen in den Berichten zum Beispiel eher selten vor, so Kehr.

Für Rainer Jakubowski steht die Kostenfrage bei Mandatsentscheidungen und dem Follow-up auf jeden Fall mit auf der Agenda. „Der Kostenaspekt war bei uns immer hoch, und wir halten die Kosten stets mit im Blick. Jedes Mandat des BVV hat einen Verantwortungsträger, der Entwicklung, Performance und die Kosten des jeweiligen Mandats laufend beobachtet. Die Kostensituation wird hierbei in allen Komponenten beleuchtet“, erläutert er. Auch bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse Nordrhein-Westfalen wird dem Kostenaspekt eine sehr hohe Aufmerksamkeit zuteil. Wert wird zum Beispiel auf eine Best Execution der Transaktionen von Asset Managern beim Mandatswechsel gelegt. Insofern spricht einiges dafür, dass das Thema Kosten heute einen hohen Stellenwert bei institutionellen Altersvorsorgeeinrichtungen einnimmt.

Verwalter verloren ihren Nimbus

Druck auf die Kosten kommt jedoch nicht nur durch zunehmenden Wettbewerb, Funktionstrennung und gestiegenes Kostenbewusstsein. Es gibt darüber hinaus überlagernde Prozesse, die diesen Trend unterstützen. Das hat unter anderem auch mit Entwicklungen zu tun, die die Finanzkrise mit sich brachte. Portfoliomanagement wird heute nicht mehr als ein abgehobenes Metier gesehen, in dem die Gehälter und Vergütungen von anderen Industrien abgekoppelt sind. Der Nimbus von Vermögensverwaltern mit der Lizenz zum Geldvermehren ist einer realistischeren Betrachtung gewichen. Hier ist eine Rückkehr zu Gehaltsstrukturen zu beobachten, die sich Richtung normale, sprich mit anderen Industrien vergleichbare Verhältnisse bewegen.

Marktumfeld sorgt für Druck

Auch die Asset Manager selbst sehen sich gezwungen, ihre Strukturen nach Effizienzen und Einsparpotenzialen abzuklopfen. Neben dem starken Wettbewerbsdruck sind als Faktoren hierfür insbesondere die erheblich gestiegenen regulatorischen Anforderungen sowie weitere Anforderungen hinsichtlich IT, Offenlegung und Anlegerreporting zu nennen. Nicht zuletzt sorgte in den letzten Jahren das Marktumfeld für weiteren Druck. Margenstärkere Investments wie Aktienengagements wurden bei institutionellen Investoren deutlich zurückgefahren. Ende 2011 lag nach einem Bericht des Magazins „Capital“ von Mitte Juli diesen Jahres der Aktienanteil in Spezialfonds bei nur noch elf Prozent. Zehn Jahre vorher waren es 37 Prozent. Spiegelbildlich stieg der Rentenanteil von 54 auf 71 Prozent.

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