Nachricht an die Redaktion

    Ihre Nachricht an uns


    Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

    Vorsorgemappe

    Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

    DIA Update

    Abonnieren Sie den kostenlosen
    Newsletter des DIA.

    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen

    Die Börse im Blick: So wird investiert.

    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen | 29.3.2022 Drucken

    Frauen als Investoren: mehr Power als oft vermutet

    Die Einkommenslücke und andere Hürden führen immer noch dazu, dass Frauen bei der Geldanlage weniger dominant auftreten als Männer. Aber jene, die am Kapitalmarkt unterwegs sind, präsentieren mehr Power, als die üblichen Statistiken erwarten lassen. Außerdem gibt es hoffnungsvolle Signale, dass sich Frauen künftig stärker als Investorinnen betätigen.

    Frauen in Deutschland, die regelmäßig investieren, legen durchschnittlich 932 Euro pro Monat an. Das sind 31 Prozent ihres monatlichen Einkommens.

    Frauen und Geldanlage

    Diese überraschend hohen Zahlen ergab eine repräsentative Befragung der mobilen Bank N26. Außerdem lässt die Studie von N26 gehörige Dynamik in naher Zukunft erwarten. Zwei von drei Investorinnen wollen ihre Kapitanlagen weiter aufstocken, im Durchschnitt auf 1.434 Euro im Monat. Das wären dann sogar 37 Prozent des Einkommens. Wer die allgemeinen Sparquoten in Deutschland kennt, staunt über die hohen Werte. Allerdings gehen diese durchschnittlichen Sparbeträge nicht auf alle Frauen zurück, sondern gelten nur für die Gruppe der Investierten. Von den 2.000 Befragungsteilnehmerinnen legte nur die Hälfte regelmäßig Geld zurück. Die andere war überhaupt nicht investiert.

    Kreis der Investorinnen könnte wachsen

    Zum Vergleich erhob die Umfrage die entsprechenden Werte auch für die Männer. Da kamen die investierten Männer auf 1.331 Euro monatlich im Durchschnitt. Nicht nur der höhere Sparbetrag der Männer macht auf ein Ungleichgewicht bei der Geldanlage aufmerksam, sondern auch die vorherrschende Einstellung dazu. So ergab die Umfrage, dass immer noch eine große Mehrheit die Geldanlage als von Männern dominiert wahrnimmt. Nur 14 Prozent der Befragten sahen dies anders. Veränderung ist allerdings in Sicht: Etwas mehr als jede zweite Frau, die bisher nicht investiert ist, denkt zumindest darüber nach, künftig selbst Geld anzulegen. Der Kreis der Investorinnen könnte also wachsen.

    Ein Vorurteil gerät ins Wanken

    Überraschungen enthielten auch die Angaben zu den von Frauen gewählten Anlageformen. Neben Versicherungsprodukten zum Beispiel für die Altersvorsorge (34 Prozent) lagen Bankprodukte wie Sparkonten an der Spitze (33 Prozent). Gleich dahinter kommen allerdings schon die Kryptowährungen mit 26 Prozent, gefolgt von Immobilien und ETF mit jeweils 23 Prozent. Die respektable Verbreitung von Kryptowährungen in den Portfolios der Investorinnen lässt die Ansicht, Frauen seien bei der Kapitalanlage viel konservativer als Männer, ein wenig ins Wanken geraten.

    Fehlendes Einkommen als Haupthindernis

    Interessant sind auch die Gründe für den Rückstand der Frauen bei der Kapitalanlage. Sowohl Frauen, die bereits investieren, als auch jene, die einen Einstieg in Betracht ziehen, nennen fehlendes verfügbares Einkommen als größtes Hindernis dafür, nicht (mehr) zu investieren (44 Prozent beziehungsweise 50 Prozent). Ein Viertel der Anlegerinnen nennt Risikoaversion und Unsicherheit über die zukünftige eigene finanzielle Stabilität als Grund (jeweils 26 Prozent). Knapp dahinter folgt aus aktuellem Anlass die Sorge über die gegenwärtige oder eine mögliche künftige Pandemie.

    Offenere Gespräche übers Geld gewünscht

    Für Frauen, die den Schritt an den Kapitalmarkt noch nicht gewagt haben, sind unzureichende Kenntnisse (40 Prozent) und Risikoaversion (24 Prozent) die größten Bremsen. Auf die Frage, was ihnen bei einem Einstieg in die Geldanlage helfen würde, wünschte sich ein Viertel offenere Gespräche über die Vorteile und Risiken des Investierens. 22 Prozent gaben an, dass es nützlich wäre, wenn andere Frauen offener über das Thema sprechen. Mangelndes Wissen wird zumindest bei den aktiven Geldanlegerinnen nicht als Problem angesehen. 84 Prozent fühlen sich bei ihren Anlageentscheidungen sicher. Aber nur die Hälfte fühlt sich mit den Investitionen vertraut. Wie diese beiden Einschätzungen zusammenpassen, das bleibt das Geheimnis der Frauen.

    Nachricht an die Redaktion

    Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

    Nachricht an die Redaktion

    Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

      Ihre Nachricht an uns


      Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

      Artikel teilen

        Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
        Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

        Ausgewählte Artikel zum Thema

        „Männer sind beim Anlegen gieriger als Frauen“

        Was unterscheidet weibliche von männlichen Investoren? Das erklärt Petra Ahrens im Interview. Sie ist Vorstand bei der MAIESTAS Vermögensmanagement AG und Mitbegründerin der CAPA AG FinanzWeitBlick, die seit 2021 Finanzberatung von Frauen für Frauen anbietet. Gibt es ein Ungleichgewicht beim Thema Finanzen zwischen Männern und Frauen in Beziehungen? In der Realität kümmert sich bei vielen […]

        Artikel lesen

        Geldanlage ist bei Frauen gut aufgehoben

        Von wegen Finanzangelegenheiten sind Männersache. Frauen sollten die Dinge selbst in die Hand nehmen, dann schneiden sie oft auf Dauer besser ab, wissen Expertinnen. Dieser Rat gilt das ganze Jahr über, nicht nur aus Anlass des Frauentags. Laut Deutschem Aktieninstitut waren im Jahr 2021 von 12,1 Millionen Aktienbesitzern nur gut vier Millionen Frauen. „Reden wir […]

        Artikel lesen

        Frauen zu Unrecht auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt

        Frauen werden durchschnittlich schlechter bezahlt, sind häufiger geringfügig beschäftigt und seltener in Führungspositionen anzutreffen.

        Artikel lesen