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    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen

    Die Börse im Blick: So wird investiert.

    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen | 16.2.2022 Drucken

    Dividenden sind wichtig, aber nicht der neue Zins

    Die Umsetzung einer Dividendenstrategie hat ihre Tücken. Burkhard Wagner von der Partners Vermögensmanagement erläutert im Interview, worauf es zu achten gilt.

    Sie haben kürzlich auf den Effekt der Dividenden hingewiesen, für wen lohnt sich eine Dividendenstrategie?

    Sie eignet sich für jeden. Dividenden sind ein wichtiger Bestandteil der Aktienrendite und stabilisieren ein Portfolio. Deshalb lohnen sich Dividendentitel für den Vermögensaufbau, aber auch für Anleger, die auf laufende Erträge angewiesen sind und angesichts der niedrigen Verzinsung von Anleihen und Bankeinlagen nach Alternativen suchen.

    Sind Dividenden also doch der neue Zins?

    Nein, auf keinen Fall. Aktienkurse schwanken stark und Dividenden können gekürzt werden oder ganz ausfallen. Das unterscheidet sie deutlich von Bundesanleihen oder dem Sparbuch.

    Ist aktuell ein guter Zeitpunkt, um mit einer Dividendenstrategie zu beginnen?

    Timing ist bei der Aktienanlage nie ratsam. Besser ist es, und das gilt für eine Dividendenstrategie genauso, nach und nach Positionen aufzubauen und mittel- bis langfristig dabei zu bleiben. Für eine kurzfristige Spekulation eignen sich Dividendenaktien nicht.

    Worauf gilt es bei Dividenden besonders zu achten?

    Auf keinen Fall sollten Anleger nur auf die Höhe der Dividendenrendite schauen. Ist diese ungewöhnlich hoch, zum Beispiel jenseits der sechs Prozent, dann kann das ein Hinweis darauf sein, dass der Markt bei dem Unternehmen künftige Probleme sieht. Auch sollten Unternehmen die Ausschüttung wirklich verdienen und diese nicht aus der Substanz bezahlen.

    Einzeltitel aus Deutschland steuerlich vorteilhafter

    Wie setzt man eine solche Strategie am besten um?

    Geht es um größere Anlagesummen, dann kann ein Portfolio aus gut ausgewählten und qualitativ hochwertigen Einzeltiteln sinnvoll sein. Es gibt Dividendenaristokraten, die über lange Zeiträume von zehn oder 20 Jahren ihre Ausschüttung nie gekürzt oder sogar stetig gesteigert haben. Weil die Ausschüttungen ausländischer Unternehmen aber der Quellensteuer unterliegen, sind Einzeltitel aus Deutschland für deutsche Anleger steuerlich vorteilhafter. Dennoch sollte niemand auf eine internationale Streuung verzichten.

    Wie setzt man das um?

    Mit Fonds oder Exchange Traded Funds. Letztere richten sich oft an der Höhe der Dividende aus, was, wie erläutert, ein Risiko sein kann. Aber sind sie kostengünstig und bieten die Möglichkeit, gezielt in Dividendenaristokraten zu investieren. Dagegen gibt es aktive Fonds, die sehr genau auf die Stabilität der Dividende achten.

    Was wäre Ihre Empfehlung?

    Ich würde keinen der drei Wege ausschließen. So kann ein ETF auf Dividendenaristokraten ebenso interessant sein wie ein aktiv gemanagter guter Dividendenfonds. Wer die laufenden Erträge daraus nicht braucht, sollte eine thesaurierende Variante wählen, bei der die Dividenden reinvestiert werden. Das lässt sich dann bei Bedarf gezielt durch deutsche Dividendentitel ergänzen. 

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