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Gesetzliche Rente

Auf Generationen gebaut: So zahlen die Jungen für die Alten.

Gesetzliche Rente | 31.12.2014 Drucken

Fundstellen 2014: gesetzliche Rentenversicherung

Die folgenden Studien, Umfragen und Dossiers zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden im Jahr 2014 veröffentlicht. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge weist kurz auf den Inhalt und die Fundstellen hin:

Jüngere erwarten Rente erst ab 68.

Rund ein Drittel der jüngeren Deutschen im Alter von 18 bis 24 Jahren geht davon aus, auch ab einem Alter von 68 oder mehr noch weiter arbeiten zu müssen. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung erwarten dies lediglich 14 Prozent. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Studie des Direktversicherers Hannoversche, die vom Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGov durchgeführt wurde.

September 2014 / Hannoversche Leben, You Gov / Zu den Ergebnissen

Deutsche zweifeln an der gesetzlichen Rente.

Die Mehrheit der Deutschen rechnet damit, dass die nachkommenden Generationen Abstriche bei ihrem Wohlstand machen müssen. Knapp drei Viertel gehen davon aus, dass die gesetzliche Rente nicht reicht, um den Lebensstandard im Alter halten zu können. Genauso viele nehmen an, dass sie als Rentner auf ihre Ersparnisse zurückgreifen müssen, um ihre Lebenshaltungskosten zu decken, so ein Ergebnis der Umfrage von Union Investment zur Altersvorsorge im zweiten Quartal 2014.

Juli 2014 / Union Investment / Zu den Umfrageergebnissen

19,3 Jahre lang wird im Durchschnitt Rente gezahlt.

Die durchschnittliche Länge des Rentenbezugs in Deutschland stieg 2013 auf 19,3 Jahre. Männer bezogen ihre Rente 17 Jahre lang und Frauen 21,5 Jahre. Den größten Teil des Bruttoeinkommens finanzieren die Rentner aus der gesetzlichen Rentenversicherung, nach wie vor wird nur ein geringer Anteil durch private Vorsorge betritten. Das geht aus der Broschüre „Rentenversicherung in Zahlen 2014“ hervor, die von der Deutschen Rentenversicherung Bund veröffentlicht wird.

Juli 2014 / Deutsche Rentenversicherung / Zu den Tabellen

Rentenpaket ignoriert demografische Herausforderungen.

Durch die Rentenpolitik der Großen Koalition werden die Beitragssätze in der gesetzlichen Rentenversicherung in den nächsten Jahrzehnten steigen. Gleichzeitig geht das Rentenniveau noch stärker als bislang erwartet zurück. Ohne eine stärkere Verbreitung der betrieblichen und privaten Altersversorgung kann eine lebensstandardsichernde Altersversorgung für das Gros der Bevölkerung nicht sichergestellt werden. Zu diesem Schluss kommt die Studie „Die Zukunft der Altersvorsorge vor dem Hintergrund von Bevölkerungsalterung und Kapitalmarktentwicklungen“ des Handelsblatt Research Institute (HRI) und der Prognos AG im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Sie spannt den Bogen in der gesetzlichen Rentenversicherung bis 2050 und reicht damit deutlich weiter als viele andere Untersuchungen, die 2030 enden.

April 2014 / Handelsblatt Research Institute, Prognos AG, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft / Zur Studie

Ein Fünftel der Älteren will länger arbeiten.

Jeder Fünfte der über 60-Jährigen kann sich vorstellen, länger zu arbeiten, als es das gesetzliche Renteneintrittsalter vorsieht. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD Allensbach) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Die Umfrageergebnisse zeigen, dass der Wunsch, länger zu arbeiten, mit steigendem Alter wächst. Demnach ist die Bereitschaft bei der jüngeren Generation (16 bis 29 Jahre) mit 4,5 Prozent deutlich geringer, steigt aber kontinuierlich auf 6,5 Prozent (30 bis 44 Jahre), über 7,3 Prozent (45 bis 59 Jahre) bis schließlich hin zu 19,7 Prozent (60 Jahre und älter).

April 2014 / Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft,  Institut für Demoskopie Allensbach / Zu den Umfrageergebnissen

Mehrheit beklagt Rentenpolitik zu Lasten der Jüngeren.

Die Mehrheit der Deutschen ist überzeugt, dass das Rentensystem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels reformiert werden muss, denn vor allem die aktuellen Rentenpläne gehen zu Lasten der jungen Generation. Gleichzeitig ist eine Mehrheit dafür, Leistungsausweitungen in den Sozialsystemen vorzunehmen. Auf diese widersprüchlichen Auffassungen in der Bevölkerung macht eine Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft aufmerksam, die vom Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) durchgeführt wurde. Ein Fazit daraus: Verbesserungen der Sozialleistungen werden immer begrüßt, selbst wenn sie mittel- und langfristig mit nachteiligen Wirkungen verbunden sind.

März 2014 / Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) / Zur Umfrage

Fast jede zweite Frührente ist psychisch bedingt.

Rund 75.000 Versicherte bezogen 2012 erstmals eine Rente wegen Erwerbsminderung aufgrund psychischer Erkrankungen. Sie sind durchschnittlich 49 Jahre alt. Fast jede zweite neue Frührente ist inzwischen psychisch verursacht. Das geht aus einer Studie der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) mit dem Titel „Psychische Erkrankungen und gesundheitsbedingte Frühverrentungen“ hervor. Psychische Erkrankungen sind seit mehr als zehn Jahren die Hauptursache für gesundheitsbedingte Frührenten – mit großem Abstand vor körperlichen Erkrankungen.

Januar 2014 / Bundespsychotherapeutenkammer / Zur Studie

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