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Gesetzliche Rente

Auf Generationen gebaut: So zahlen die Jungen für die Alten.

Gesetzliche Rente | 30.9.2019 Drucken

Ein Drittel nutzte 2018 die Rente mit 63

Unter den Rentnern, die im Jahr 2018 erstmals eine Rente bezogen, befinden sich besonders viele langjährig Versicherte, die bereits mit 63 und ein paar Monaten in den Ruhestand wechselten.

Im vergangenen Jahr bezogen rund 784.000 Versicherte erstmals eine Altersrente. Unter diesen Neuzugängen war zwar die Regelaltersrente mit 43,4 Prozent noch die am häufigsten gezahlte Rentenart. Doch über die Hälfte der Versicherten (56,6 Prozent) hatte sich für eine der drei aktuell möglichen vorgezogenen Rentenarten entschieden.

Rentenzugänge nach RentenartSo gingen vor allem langjährig Versicherte (18,5 Prozent) sowie besonders langjährig Versicherte (31,1 Prozent) vorzeitig in den Ruhestand. Dazu kamen sieben Prozent unter den neuen Rentnern, die als schwerbehinderte Menschen ihre Altersrente früher beziehen. Doch trotz dieser Zahlen stellten die Rentenexperten vom Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen in einer Analyse fest, dass – wohl auch entgegen landläufiger Meinung –  die Versicherten im Durchschnitt nicht generell früher in Rente gehen. So liegt das durchschnittliche Renteneintrittsalter bei den Altersrenten für Männer inzwischen bei 64 Jahren (2018). Für Frauen ist der Vergleichswert mit 64,1 Jahren nahezu identisch. Die Gründe für ein gestiegenes Renteneintrittsalter sehen die Rentenexperten darin, dass vorgezogene Altersrenten in den zurückliegenden Jahren insgesamt deutlich seltener wurden. Das liegt einerseits daran, dass die Altersteilzeitrenten für Frauen und die Altersrenten für Arbeitslose inzwischen ausgelaufen sind. Andererseits steigt das Eintrittsalter auch bei den noch möglichen vorgezogenen Renten an.

Eintrittsalter steigt auch für den früheren Rentenbeginn

Für Versicherte mit 45 Versicherungsjahren lag die Altersgrenze für etwas mehr als einen Altersjahrgang zunächst bei 63 Jahren, steigt seitdem aber schrittweise auf 65 Jahre an. 2018 konnten Versicherte mit 45 Versicherungsjahren ab 63 Jahren und sieben Monaten abschlagsfrei in Rente gehen. Langjährig Versicherte (35 Versicherungsjahre) dürfen ab 63 Jahren in Rente, allerdings mit Abschlägen gemäß des früheren Rentenbeginns. Wer beispielsweise 1955 geboren wurde und 2018 mit 63 Jahren erstmals Rente bezog, musste Abschläge in Höhe von 9,3 Prozent in Kauf nehmen.

Männer kommen auf mehr Versicherungsjahre

Für die abschlagsfreie Frührente entscheiden sich vor allem Männer. Beim Rentenzugang 2018 war es unter den Männern mehr als ein Drittel (36 Prozent). Unter den Frauen traf dies nur auf ein gutes Viertel zu (26,7 Prozent). Bei den Frauen ist die durchschnittliche Zahl der Versicherungsjahre deutlich niedriger. Daher können sie seltener einen vorgezogenen abschlagsfreien Ruhestand nutzen. Allerdings machen die neuen Bundesländer derzeit eine Ausnahme. Hier erfüllen (noch) überraschend viele Frauen die Voraussetzungen für den vorzeitigen Rentenzugang, da sie in der Regel kürzere Pausen für Kindererziehungszeiten und Ähnliches hatten.

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