Nachricht an die Redaktion

    Ihre Nachricht an uns


    Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

    Vorsorgemappe

    Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

    DIA Update

    Abonnieren Sie den kostenlosen
    Newsletter des DIA.

    Einkommen & Vermögen

    Rund ums liebe Geld: So viel wird verdient.

    Einkommen & Vermögen | 27.9.2021 Drucken

    Wie ungleich sind die Vermögen wirklich?

    Die Vermögensungleichheit in Deutschland ist ausgeprägt. Sie verringert sich allerdings, wenn Renten- und Pensionsansprüche eingerechnet werden.

    Mit Hilfe des sogenannten Gini-Koeffizienten lässt sich die Verteilung von Vermögen in einem Land messen. Bei einem Wert von Null würde jeder Einwohner gleich viel besitzen. Beim Wert von 1 gehört sämtliches Eigentum nur einer Person.

    Für Deutschland beträgt der Gini-Koeffizient 0,82. Die Vermögen hierzulande sind also eher ungleich verteilt. Deutschland liegt damit im Vergleich zu anderen EU-Staaten mit an der Spitze. Allerdings weisen etliche Länder – zum Beispiel in Skandinavien – einen vergleichsweise hohen Gini-Koeffizienten auf, die ein teures Sozialsystem unterhalten. Dadurch sinkt oftmals die Bereitschaft beziehungsweise Notwendigkeit, privat vorzusorgen. Außerdem wird das Sozialsystem zu einem großen Teil aus Steuern finanziert. Diese Abgaben wiederum schmälern die potenzielle Liquidität für den privaten Vermögensaufbau.

    Renten und Pensionen reduzieren die Unterschiede

    Allerdings werden bei der klassischen Gini-Berechnung in der Regel lediglich eindeutig erfassbare Vermögen wie Kapitalanlagen und Immobilienbesitz berücksichtigt. Nimmt man Versorgungsansprüche aus Renten und Pensionen hinzu, zeigt sich, dass die Vermögensungleichheit differenzierter zu betrachten ist. Das gilt ebenso, wenn individuelle Lebenszyklen herangezogen werden. Unter Beachtung derartiger Faktoren hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) eine Analyse erstellt, die auf der Grundlage des Sozio-oekonomischen Panels sowie einer Einkommens- und Verbrauchsstichprobe das Haushaltsnettovermögen in Deutschland etwas anders ausweist. Im Ergebnis dieser Berechnungen zeigte sich, dass für das Jahr 2017 in der Altersgruppe der 65- bis 79-Jährigen das Haushaltsnettovermögen am höchsten war. Im Schnitt betrug es 177.065 Euro.

    Mit dem Lebensalter steigen die Vermögen

    Deutlich höher fällt es aus, wenn die Ansprüche aus gesetzlicher, betrieblicher oder privater Altersvorsorge beziehungsweise aus der Beamtenversorgung hinzugezogen werden. Dann weist das Haushaltsnettovermögen in dieser Altersgruppe sogar einen Wert knapp über 350.000 Euro aus. Ebenso ergab die Untersuchung, dass mehr als die Hälfte (51,2 Prozent) des „erweiterten“ Vermögens der Deutschen in Anwartschaften oder Versorgungsansprüchen aus dem gesetzlichen, betrieblichen und privaten Rentensystem besteht. Im Rahmen dieser erweiterten Vermögensbetrachtung beträgt der Gini-Koeffizient für die Vermögensverteilung nur noch rund 0,6. Damit ist das Vermögen hierzulande zwar weiterhin ungleich verteilt. Jedoch fällt dieser Wert wesentlich geringer aus.

    Nachricht an die Redaktion

    Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

    Nachricht an die Redaktion

    Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

      Ihre Nachricht an uns


      Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

      Artikel teilen

        Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
        Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

        Ausgewählte Artikel zum Thema

        Sparweltmeister versagt bei der Geldanlage

        Die Bundesbürger sparen viel, aber ineffizient. Wir sind Sparweltmeister, bei der Anlagestrategie aber in der Vorrunde ausgeschieden. Das kostet dem Sparweltmeister Milliardenbeträge, wie Studien immer wieder bestätigen. Dabei ist es gar nicht so schwierig, ein Vermögen anzusparen. Während der Pandemie scheinen viele Menschen hierzulande viel Geld gespart zu haben. Im dritten Quartal 2020 ist das […]

        Artikel lesen

        Führungskräfte beim Gehalt klar in Führung

        Führungskräfte verdienen jährlich mehr als doppelt so viel wie Fachkräfte. Das ergibt eine aktuelle Auswertung des Vergleichsportals gehalt.de. Dafür haben die Vergütungsexperten für 224.474 Fach- und Führungskräfte Datensätze nach Region, Branche und Geschlecht ausgewertet. Das Ergebnis: Fachkräfte verdienen jährlich rund 41.900 Euro, während Führungskräfte 96.300 Euro beziehen. In der Kulturbranche liegen die Gehälter zwischen Fach- […]

        Artikel lesen
        Geld Kapital

        Enormer Kaufkraftverlust trotz Rekordvermögen

        Die Sparzinsen verharren bei Null oder gehen sogar ins Negative. Die Inflation steigt wieder. Doch die Deutschen halten an ihren Spargewohnheiten fest. Das bringt Milliarden Euro Kaufkraftverlust mit sich. Zugleich steigt das private Geldvermögen weiter an. Wie das Finanzportal Tagesgeldvergleich.net auf der Basis von Daten der Europäischen Zentralbank und der Bundesbank berechnet hat, betrug der […]

        Artikel lesen