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Einkommen & Vermögen

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Einkommen & Vermögen | 31.5.2013 Drucken

Immobilienbesitz: Schere klafft nicht weiter auf

Im anstehenden Bundestagswahlkampf treten die Parteien aus dem linken Spektrum mit Vorschlägen zur Wiedereinführung der Vermögenssteuer oder einmaligen Vermögensabgaben an.

Als Argument muss dann meist die Behauptung herhalten, dass die Schere zwischen den Begüterten und den weniger Vermögenden immer weiter auseinander klaffe.

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln untersuchte unlängst, ob diese Feststellung auf das Immobilienvermögen zutrifft. Immerhin macht es gut die Hälfte der Privatvermögen aus und stellt die wichtigste Anlageklasse dar. In den vergangenen 20 Jahren verdoppelte sich das private Immobilienvermögen auf sechs Billionen Euro. Zuwachs für die Ausweitung von Vermögensunterschieden stand also zur Disposition, zumal Immobilieneigentum bereits in der Vergangenheit ziemlich ungleich zwischen Gering- und Gutverdienenden verteilt war. Aber verschärfte sich dieser Zustand tatsächlich weiter, wie in der politischen Auseinandersetzung argumentiert wird?

Das vermögendste Fünftel besitzt 75 Prozent

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) verneint diese Frage. Die Verteilung von Immobilienvermögen habe sich in den zurückliegenden Jahren nur geringfügig verändert. Die Studienautoren Tim Clamor und Ralph Henger vom IW haben dazu die Anteile des Nettoimmobilienvermögen in den einzelnen Quintilen der privaten Haushalte seit 1993 untersucht. Während das im dritten und fünften Quintil konzentrierte Vermögen etwas gestiegen ist, ging es im vierten Quintil leicht zurück. Insgesamt seien die Veränderungen jedoch so gering, dass nicht von einer Zunahme der Vermögensungleichheit in Deutschland gesprochen werden könne. Eines steht aber ungeachtet dessen fest: Immobilienvermögen konzentriert sich in vergleichsweise wenigen Händen. Das vermögendste Fünftel deutscher Haushalte besaß 2008 immerhin 75 Prozent des gesamten Nettoimmobilienvermögens.


Immobilienbesitz: Schere klafft nicht weiter auf


Größere Veränderungen unter den Immobilienbesitzern

Betrachtet man lediglich die Haushalte mit Immobilienvermögen, so fallen die Veränderungen zudem größer aus. Im Kreis der Immobilienbesitzer nimmt die Ungleichverteilung nach den Auswertungen des IW tendenziell zu. Das Institut gibt allerdings zu bedenken, dass sich im beobachteten Zeitraum der Kreis der Hauseigentümer ausgeweitet hat. Immerhin stieg die Wohneigentumsquote von rund 40 Prozent im Jahr 1990 auf inzwischen 46 Prozent, wobei vor allem im Osten Deutschlands ein rasanter Anstieg stattfand (1991: 25 Prozent, 2010: 34 Prozent). Die Veränderungen zwischen den Quintilen begründete das IW unter anderem mit einer tendenziellen Stagnation der Immobilienpreise, in den neuen Bundesländern seien sogar gefallen.


Immobilienbesitz: Schere klafft nicht weiter aufDas Immobilienvermögen hat sich in den zu- rückliegenden 20 Jahren von 2.723 auf 5.994 Milliarden Euro mehr als verdoppelt und macht die Hälfte des gesamten Vermögens privater Haushalte aus. Knapp die Hälfte aller Haushalte in Deutschland besitzt Haus- und Grundbesitz, allerdings gibt es nach wie vor noch erhebliche Unter- schiede zwischen den neuen und alten Bundesländern. 

 


 

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