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In die Zukunft geschaut: So altert und schrumpft unser Land.

Demographie | 14.12.2020 Drucken

Was die Deutschen aus der Krise lernen

Lockdown, Heimarbeit, Home-Schooling – all das belastet die Erwerbstätigen in Deutschland. Wirklich schlimm finden sie aber eine andere Sache.

Die 30- bis 59-Jährigen sind am stärksten von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie betroffen. Ihr Alltag veränderte sich oft tiefgreifend durch die zusätzliche Betreuung der Kinder im Home-Schooling, die Arbeit von zu Hause oder die Schließung ihres Betriebes infolge des Lockdowns. Nicht zu vergessen ist dabei: Diese Generation trägt die ökonomische Leistung des Landes und finanziert die Sozialsysteme. Wovor hat diese Altersgruppe Angst und was lernt sie aus der Krise?

Was die Deutschen aus der Krise lernen

Zu diesen Themen führte das Institut für Demoskopie Allensbach zwischen Oktober und November dieses Jahres über 1.000 Interviews mit der sogenannten Generation Mitte. Beauftragt hat die Studie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Etwa der Hälfte der Befragten geht es nach eigenen Angaben schlechter als vor der Krise. Sahen letztes Jahr noch 46 Prozent den nächsten zwölf Monaten voller Hoffnung entgegen, sind es aktuell nur noch 22 Prozent. Über ein Drittel ist sogar ausgesprochen pessimistisch. Die größte Angst der Generation Mitte rührt allerdings aus der Ungewissheit. Für 70 Prozent ist es am schlimmsten, nicht zu wissen, wann die Pandemie zu Ende ist. Auch nicht einschätzen zu können, wie gefährlich das Virus wirklich ist, verunsichert mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer. Die Einschränkungen durch den aktuellen Lockdown stören hingegen kaum. Nicht shoppen gehen zu können, findet nicht einmal jeder Zehnte dramatisch. Nur sieben Prozent belastet es, sich gleichzeitig um Familie und Arbeit kümmern zu müssen. Die Arbeit im Home-Office stört sogar nur drei Prozent der 30- bis 59-Jährigen.

Die Krise verändert unsere Ansichten nachhaltig

Was lernen die Deutschen aus der Krise? Die meisten Menschen wollen nach Corona weiterleben wie zuvor. Jedoch gibt es einige Aspekte, die die Probanden dauerhaft verändern möchten. So will über die Hälfte der Generation Mitte mehr schätzen, was früher als selbstverständlich galt. Ganz vorn steht dabei der Wunsch, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Auch die Kontaktbeschränkungen belasten die Deutschen. 35 Prozent haben zudem vor, ihr Leben zu entschleunigen, um Stress und Hektik zu vermeiden. Erschreckend in diesem Zusammenhang: Fast zwei Drittel meinen, dass sich die Gesellschaft stark verändert hat durch die Krise. Diese Veränderungen bewerten die Befragten überwiegend negativ.

Vor allem eine wachsende Neigung, Regeln zu missachten, sorgt die Bundesbürger. Darüber hinaus nehmen die Studienteilnehmer mehr Ängste und Unsicherheiten wahr, beobachten einen wachsenden Egoismus und einen zu großen Rückzug ins Private. Viele nehmen die Gesellschaft als weniger tolerant wahr und empfinden eine Abnahme der Meinungsfreiheit. Vier von zehn beklagen darüber hinaus, dass gutes Benehmen und Anstand an Bedeutung verlieren.

Die Globalisierung ist schuld

Corona ist der Beweis dafür, dass die Globalisierung zu weit getrieben wurde. Dieser Aussage stimmten 41 Prozent der 30- bis 59-Jährigen in Deutschland zu. Jeder Zweite gibt außerdem der Globalisierung die Schuld an der Krise. Gleichzeitig sinkt die Überzeugung, dass Deutschland vom Welthandel profitiert. Nur die Hälfte glaubt daran, 2017 waren es noch zwei Drittel. Die eigene wirtschaftliche Lage bewerten die Befragten jedoch überwiegend positiv. Dieser Wert hat sich kaum verändert im Vergleich zu den Vorjahren.

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