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Demographie

In die Zukunft geschaut: So altert und schrumpft unser Land.

Demographie | 5.9.2018 Drucken

Selbstständige fühlen sich alleingelassen

Drei von vier Gründern und Selbstständigen reklamieren eine mangelhafte finanzielle und beratende Unterstützung durch den Staat und die Branchenverbände. Das ist ein Fazit der DIA-Studie 50plus „Einzigartigkeit des Alterns“, die auch der Frage nachging, wie interessant Selbstständigkeit für die einzelnen Altersgruppen ist und ob es Unterschiede zwischen Jüngeren und Älteren gibt.

In Deutschland fühlen sich Gründer und Selbstständige alleingelassen. Bei dieser Einschätzung unterscheiden sich die Altersgruppen nur wenig. Selbst zwei von drei Nicht-Selbstständigen äußern diese Ansicht. Obwohl sie selbst keine solche Erfahrung machen mussten.

DIA-Studie 50plusDennoch ist die Bereitschaft zur Gründung eines Unternehmens vor allem bei den jungen Altersgruppen zwischen 18 und 39 Jahren sehr groß und liegt bei etwa 46 Prozent. Die Bereitschaft lässt mit zunehmendem Alter zwar nach, unter den 70-Jährigen können sich aber immer noch 15 Prozent eine Gründung vorstellen. Das zeigt, welche Bereitschaft und welches Potential selbst in den höheren Altersgruppen für selbstständiges wirtschaftliches Handeln noch vorhanden ist.

Werden nur die Angaben der aktuell Selbstständigen und der früher einmal selbstständig gewesenen Personen betrachtet, fallen die Antworten differenzierter aus. Während drei von vier Selbstständigen sofort wieder diesen Schritt gehen würden, ist es bei den früheren Selbstständigen nur jeder Dritte. Offenbar halten schlechte Erfahrungen, wie die mangelnde Unterstützung, einen großen Teil von der Wiederholung dieser Entscheidung ab. Darüber hinaus wollen mehr Männer und Frauen, häufiger aus dem Westen als aus dem Osten, den Schritt in die Selbstständigkeit zum zweiten Male gehen.

Ängste nehmen mit dem Alter ab

Auf die mit der Selbstständigkeit verbundenen Risiken, die auch Ängste hervorrufen können, reagieren die Altersgruppen unterschiedlich. In den jüngeren unter 50 Jahren wird mehr als die Hälfte der Selbstständigen von Ängsten geplagt. Bei den älteren Altersgruppen nehmen diese Ängste mit zunehmendem Alter ab. Die Erfahrungen, die im Laufe des (Berufs-)Lebens gesammelt wurden, wirken offenkundig relativierend auf die Einschätzung der Risiken. Drei von vier Selbstständigen berichten von finanziellen Sorgen, die entweder vorübergehend oder dauernd auftraten.

Mehrheit ist zufrieden

Finanzierungsprobleme sind auch der häufigste Grund für das Scheitern der Selbstständigkeit. Andere Probleme wie bürokratische Hürden oder fehlende Kompetenzen fallen weniger ins Gewicht. Weitere Nachteile der Selbstständigkeit, beispielsweise ein hoher Arbeitsaufwand und Stress, werden von den Befragten als weit weniger bedrohlich wahrgenommen. Zusammenfassend stellt die DIA-Studie 50plus in dem Kapitel zur Selbstständigkeit fest, dass die Mehrheit der Selbstständigen trotz aller Hürden mit ihrer Entscheidung für diese Form der Erwerbstätigkeit zufrieden ist.


Die DIA-Studie 50plus gehört in eine Reihe mit zwei Vorgängerstudien, die von INSA 2011 („Vielfalt des Alterns“) und 2014 („Bewusster leben“) aufgelegt worden sind. Diese Studien rücken mit Absicht die Altersgruppe in der zweiten Lebenshälfte in den Fokus und vergleichen deren Sicht mit der der unter 50-Jährigen. Dazu befragt INSA-Consulere im Drei-Jahres-Rhythmus eine repräsentative Gruppe von rund 3.000 Erwachsenen. Etwa ein Drittel davon ist unter 50 Jahre alt, zwei Drittel haben die 50 bereits überschritten.

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