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Demographie

In die Zukunft geschaut: So altert und schrumpft unser Land.

Demographie | 19.1.2021 Drucken

Rückschritt beim Wohneigentum

Eine ansteigende Quote beim Wohneigentum machte in der Vergangenheit Hoffnung, dass Deutschland im internationalen Vergleich aufholt. Doch nun geht das Wohneigentum erstmals sogar wieder zurück.

Darauf macht eine Auswertung der Berliner empirica AG im Auftrag der LBS Bundesgeschäftsstelle (Titel: Wohneigentum in Deutschland) aufmerksam. Ohne den Aufwärtstrend in den östlichen Bundesländern wäre dieser Knick in der Wohneigentumsquote sogar schon früher aufgetreten.

Auf dem Höhepunkt 1993 lebten in Westdeutschland 48 Prozent der Haushalte in den eigenen vier Wänden. Dieses Niveau wurde seitdem nie wieder erreicht. Nicht in den alten Bundesländern und erst recht nicht in Gesamtdeutschland. Stattdessen sank die Quote im Westen nach und nach ab und betrug 2018 etwas weniger als 45 Prozent.

Einen Aufwärtstrend gab es seit 1993 nur noch im Osten Deutschlands. Zunächst sehr steil bis 2003, weil in den neuen Bundesländern nach der Wiedervereinigung erheblicher Aufholbedarf bestand. Anschließend verlangsamte sich das Wachstum aber auch in den neuen Ländern, so dass die Wohneigentumsquote auch dort inzwischen bei etwas über 36 Prozent der Haushalte stagniert. “Im Ergebnis konnte der ostdeutsche Nachholeffekt die gesamtdeutsche Wohneigentumsquote bis 2013 bei etwa 43 Prozent stabilisieren, anschließend ist sie jedoch bis 2018 auf 42 Prozent gesunken”, stellt Dr. Reiner Braun, Autor der Studie, fest.

Altersgruppen unterschiedlich erfolgreich

Braun macht zugleich auf ein paar Besonderheiten bei der Entwicklung der Quote aufmerksam. So erfolgte der Anstieg in der Vergangenheit nicht gleichermaßen über alle Altersgruppen. Im früheren Bundesgebiet stieg die Quote zum Beispiel nicht unter den Jüngeren. Den Aufholprozess im Osten und damit die zwischenzeitliche Stabilisierung der gesamtdeutschen Quote trugen vor allem die 40- bis 69-Jährigen. “Deren Eigentumsquote lag vor 25 Jahren noch in einer Größenordnung von etwa 40 Prozentpunkte niedriger als bei Gleichaltrigen im früheren Bundesgebiet, heute ist diese Differenz auf weniger als zehn Prozentpunkte geschrumpft”, stellt der Studienautor fest.

Unter 40-Jährige schafften schnell den Sprung

Bei den unter 40-Jährigen hingegen war der Abstand zwischen Ost und West schon von Anfang an viel kleiner. Heute beträgt er nur noch fünf Prozentpunkte. Ungeachtet der unterschiedlichen gesellschaftlichen Bedingungen, aus denen sie jeweils stammten, sind sie schnell ins Wohneigentum “hineingewachsen”. Ganz anders dagegen sieht es bei den über 70-Jährigen aus. Unter ihnen ist im Westen der Anteil der Wohnungseigentümer am höchsten, im Osten dagegen am geringsten. Diese Gruppe war zum Zeitpunkt der deutschen Wiedervereinigung um die 50 Jahre alt. Nur ein geringer Teil von ihnen schaffte in den neuen Bundesländern die Wohneigentumsbildung, wohl auch wegen der unsicheren wirtschaftlichen Verhältnisse, die in der Umbruchsphase gerade die Erwerbsbiografien der Älteren beeinträchtigten.

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