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    Demographie

    In die Zukunft geschaut: So altert und schrumpft unser Land.

    Demographie | 5.9.2022 Drucken

    Geburtenziffer wieder im Aufwind

    Jahrelang gab es pessimistische Nachrichten zur Entwicklung der Geburten in Deutschland. 2021 brachte endlich eine Wende. Die Geburtenziffer steigt wieder.

    795.492 Kinder kamen im vergangenen Jahr auf die Welt. Das waren 22.000 Babys mehr als 2020. Nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes ist damit die zusammengefasste Geburtenziffer erstmals seit 2017 wieder leicht gestiegen. Sie lag 2021 bei 1,58 Kinder je Frau (2020: 1,53)

    Nach Einschätzung der Statistikexperten trug zu diesem Anstieg die relativ stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt im Zusammenhang mit der besonderen Situation während der Corona-Pandemie zum Zeitpunkt der Zeugung bei. Salopp ausgedrückt: Viele waren zu Hause, hatten Zeit, aber kaum Möglichkeiten zu auswärtiger Unterhaltung. Demografisch hatte der Lockdown also eine gute Seite.

    Betrachtet man den Jahresverlauf, so ist die Geburtenhäufigkeit besonders im ersten und im vierten Quartal 2021 angestiegen. Vor allem in den westlichen Bundesländern nahmen die Geburten zu. An der Spitze steht Baden-Württemberg (+ 5 Prozent), dahinter folgen Bayern und Hessen mit einem Anstieg von jeweils vier Prozent. In den ostdeutschen Bundesländern fielen die Zuwächse mit ein bis zwei Prozent geringer aus. In Thüringen und Sachsen nahmen die Geburten sogar etwas ab (-1 Prozent). Die höchste Geburtenziffer erreichte 2021 Niedersachsen. In diesem Bundesland wurden 1,66 Kinder je Frau gemessen. Am niedrigsten war sie in Berlin (1,39).

    Deutsche Frauen bekommen wieder mehr Kinder

    Der Anstieg der Geburtenziffer geht vor allem auf Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit zurück. In dieser Bevölkerungsgruppe erhöhte sich die Zahl der Kinder je Frau von 1,43 auf 1,49. Bei den Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die bereits in den Vorjahren eine deutlich höhere Geburtenziffer hatten, änderte sich nicht viel. Die Ziffer legte nur leicht von 2.00 auf 2,01 zu.

    Noch ein positiver Trend

    Die Statistiker weisen auf einen weiteren erfreulichen Trend hin. So betrug für Frauen des Jahrgangs 1972 die Gesamtzahl der im Laufe ihres Lebens geborenen Kinder 1,53 je Frau. Der 72er Jahrgang gelangte im vergangenen Jahr mit einem Alter von 49 an das Ende der statistisch definierten fertilen Phase. Diese endgültige Kinderzahl war bei den Frauen der 60er Jahrgänge kontinuierlich gesunken. Den historischen Tiefstand verzeichnete der Jahrgang 1960, da betrug die endgültige Kinderzahl 1,49. Frauen, die in den 1970er Jahren geboren worden sind, kehren diesen Trend gerade um. Für den Jahrgang 1979 prognostizieren die Experten eine endgültige Kinderzahl von 1,6 je Frau. Diese Entwicklung geht vor allem auf eine größere Geburtenhäufigkeit bei deutschen Frauen im Alter über 30 zurück.

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