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Demographie

In die Zukunft geschaut: So altert und schrumpft unser Land.

Demographie | 31.12.2014 Drucken

Fundstellen 2014: Demografie

Die folgenden Studien, Umfragen und Dossiers zur demografischen Entwicklung wurden im Jahr 2014 veröffentlicht. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge weist kurz auf den Inhalt und die Fundstellen hin:

Zuwanderung nach Deutschland auf Rekordstand.

Die dauerhafte Zuwanderung nach Deutschland ist 2013 so stark angestiegen wie in keinem anderen OECD-Land. Nach vorläufigen Zahlen kamen etwa 465.000 Menschen dauerhaft ins Land, mehr als doppelt so viele wie 2007. Wie der jüngste “Internationale Migrationsausblick” der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zeigt, ist Deutschland in der OECD 2013 erneut das zweitbeliebteste Zielland hinter den USA (989.900). Vorläufige Zahlen für 2014 deuten auf einen weiteren Anstieg. Insgesamt wanderten 2013 gut vier Millionen Menschen dauerhaft in OECD-Staaten ein – ein Plus von einem Prozent gegenüber 2012. Ohne den kräftigen Anstieg in Deutschland wäre die Zuwanderung in die OECD allerdings leicht rückläufig. Besonders deutlich wird die neue Position des Landes aber mit Blick auf die Wanderungsbewegungen innerhalb der Europäischen Union: Ging 2007 nicht einmal jeder zehnte Intra-EU-Migrant nach Deutschland, so war es 2013 gut jeder Dritte.

Dezember 2014 / OECD / Zum Migrationsausblick

Direkte Anzeige von Daten:

Generation der Mitte reagiert nicht auf demografischen Wandel.

Die „Generation Mitte“, also die 30- bis 59-Jährigen, sieht in der zunehmenden Alterung der Gesellschaft einen starken Motor für gesellschaftliche Veränderungen. 68 Prozent glauben, dass sich das Land durch mehr ältere und immer weniger jüngere Menschen stark verändern wird. Das ist ein zentrales Ergebnis einer repräsentativen Allensbach-Studie im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Aber das Verhalten der Generation Mitte ist widersprüchlich. Die 30- bis 59-Jährigen sind zwar sehr gut über die Konsequenzen der Alterung der Gesellschaft informiert und rechnen mit vielen Folgen, die alle Menschen betreffen. In ihrem eigenen Alltag erwarten die meisten aber kaum Konsequenzen und sind zumindest zurzeit unbesorgt. Nur 36 Prozent der Befragten glauben, dass der demografische Wandel starke Auswirkungen auf das persönliche Umfeld haben wird.

November 2014 / Institut für Demoskopie Allensbach, Gesamtverband der deutschen Versicherungwirtschaft

Wenig Kitas, wenig Kinder.

Frauen in Deutschland bekommen im Vergleich zu Nachbarländern weniger Nachwuchs. Das liegt in erster Linie an mangelnden Betreuungsangeboten, jedoch nicht an kulturellen Einflüssen. Die niedrige Geburtenrate ist also auf Defizite in der Familienpolitik zurückzuführen. Das zeigt ein Vergleich mit der deutschsprachigen Region im Nachbarland Belgien, den Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock vorgenommen haben. „Ein gutes Angebot öffentlicher Kinderbetreuung scheint für Geburtenentscheidungen wesentlicher zu sein als die gelebte deutsche Kultur“, schlussfolgern die Wissenschaftler.

Juni 2014 / Max-Planck-Institut für demografische Forschung / Mehr dazu

Die Deutschen nehmen zu.

Werden die Deutschen nicht nur immer älter, sondern auch immer dicker? Wissenschaftlerinnen des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels sind dieser Frage nachgegangen. Erstmals haben sie untersucht, wie sich die Zahl der Senioren mit leichtem und schwerem Übergewicht künftig verändern könnte. Obwohl der Trend zu mäßigem Übergewicht im vergangenen Jahrzehnt etwas rückläufig war, berechneten die Forscherinnen, dass die Zahlen vermutlich bis 2030 leicht ansteigen werden. Der Grund: Es gibt immer mehr Menschen, die ein Alter erreichen, in dem Übergewicht besonders häufig ist. Noch auffälliger ist die Entwicklung der fettleibigen Deutschen über 50 Jahre (Body-Mass-Index größer als 30). Derzeit gibt es davon 6,1 Milllionen. Bis 2030 wird sich deren Zahl um 80 Prozent erhöhen, wenn sich der Anstieg aus den Jahren 1999 bis 2009 im gleichen Tempo fortsetzt.

Juli 2014 / Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels, Rostock / Zu den Auswertungen

Ältere sind aktiver im Arbeitsmarkt.

Die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Im Jahr 2012 war knapp die Hälfte (49,6 %) der 60- bis 64-Jährigen am Arbeitsmarkt aktiv. Damit hat sich der Anteil im Vergleich zur Situation vor zehn Jahren (2002: 25,1 %) fast verdoppelt. Unter Erwerbsbeteiligung werden sowohl erwerbstätige als auch erwerbslose Personen erfasst.

Februar 2014 / Statistisches Bundesamt / Zu den Statistiken

Unternehmen sehen großen Anpassungsbedarf.

In Deutschland erwarten 58 Prozent der Unternehmen, dass der Anteil der über 60-jährigen Arbeitnehmer steigen wird. Daher rechnen sie mit wachsenden Ansprüchen und Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter, insbesondere in den Bereichen Gesundheits- und Altersversorgung. Der Wille, sich darauf einzustellen, ist hoch – allerdings sieht nur jedes dritte Unternehmen sein Angebot an Mitarbeiterbenefits bereits gut aufgestellt. Das ergab eine Umfrage der Economist Intelligence Unit (EIU) unter Top-Managern aus 480 europäischen Unternehmen im Auftrag des Beratungsunternehmens Towers Watson, deren Ergebnisse in der Studie „Is 75 the new 65? Rising to the challenge of an ageing workforce“.

Februar 2014 / Economist Intelligence Unit (EIU) / Towers Watson / Zu den Ergebnissen

Strategie 2030: Vermögen und Leben in der nächsten Generation.

Der demografische Wandel wird das Leben in Deutschland in vielen Lebensbereichen und auf mehreren Ebenen nachhaltig verändern. Deutschland wird schrumpfen, altern und aufgrund des zunehmenden Anteils an Zuwanderern immer vielfältiger werden. So lautet eine Quintessenz der Studie „Strategie 2030 – Demografie“. Sie wurde von der Privatbank Berenberg und dem Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI) aufgelegt und untersucht die Auswirkungen der alternden Bevölkerung.

Januar 2014 / Hamburger Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI), Berenberg Bank / Zur Studie

Deutsche Rentenpolitik ignoriert Demografie.

Die Rente mit 63 bringt einen tiefen Einschnitt bei der Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie unterläuft die Reformen der vergangenen Jahrzehnte, mit denen der Gesetzgeber die Rente auf absehbare Zeit demografiefest gemacht hat. Zu dieser Einschätzung gelangt die Deutsche Bank in einer Bewertung der Rentenreformpläne der Großen Koalition. Durch den Abbau von Vorruhestandsregelungen und die schrittweise Anhebung des Rentenalters auf 67 bis 2030 sei die destabilisierende Scherenbewegung von steigenden Rentnerzahlen einerseits und sinkenden Erwerbstätigenzahlen andererseits wesentlich gebremst worden. Das stehe nun zum Teil wieder auf dem Spiel.

Januar 2014 / Deutsche Bank / Zur Einschätzung

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