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Demographie

In die Zukunft geschaut: So altert und schrumpft unser Land.

Demographie | 17.6.2013 Drucken

Die Zukunft ist schon angebrochen

Wir leben in einer alternden Gesellschaft. Das hat Folgen. Für die Familien, die Unternehmen, für den Staat und vor allem für die Rente.

Sie beruht darauf, dass jederzeit ausreichend Kinder geboren werden. Schließlich zahlt die Generation im arbeitsfähigen Alter das Geld in die Rentenkasse ein, mit dem die Rentenzahlungen für die Älteren bestritten werden. Genau da liegt das Problem. Die Zahl der Älteren nimmt unaufhaltsam zu, während die Zahl der neu geborenen Kinder längst nicht mehr ausreicht, um die Sterbefälle auszugleichen. Dieser Trend hält nach Berechnungen der Wissenschaftler weiter an.

Die Zukunft ist schon angebrochenWenn Sie morgens aufwachen, hat sich Ihr Leben über Nacht um sechs Minuten verlängert, zumindest statistisch gesehen. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt in Deutschland täglich um diesen Betrag. Seit 1960 ist sie jährlich um 2,6 Monate angewachsen. Seit 1871/1880 bis heute hat die Lebenserwartung sich mehr als verdoppelt. Bei den Männern von 35,6 auf 77,5 Jahre und bei den Frauen von 38,5 auf 82,5 Jahre. Die Chance auf eine verlängerte Lebensspanne wird zudem von Jahr zu Jahr größer. Studien des Max-Planck-Institutes für demografische Forschungen in Rostock zu Folge verringert sich die Sterblichkeit im Alter weiter. 2050 beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung laut Statistik mindestens 83 Jahre für Junge und 88 Jahre für Mädchen. Die Zeit, die im Anschluss an die Erwerbsphase vorausschauend finanziell abgesichert werden muss, wird also immer länger.

Baby-Boom ist Geschichte

Zu Zeiten des Baby-Booms in den 60er Jahren kamen jährlich 1,3 Millionen Kinder auf die Welt. 2012 waren es lediglich 673.570 Neugeborene. Die Anzahl der Kinder je Frau beträgt im Durchschnitt 1,4. Für den Erhalt der Bevölkerung wären 2,1 Kinder erforderlich. Selbst wenn die Geburtenrate sofort auf diesen Wert stiege, würde dies die Alterung in Deutschland bis 2050 nur geringfügig abschwächen. Der Jugendquotient, also das Verhältnis der Personen unter 20 Jahre je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren bleibt in den nächsten Jahrzehnten annähernd bei etwa 30 Prozent. 1970 betrug er noch 53 Prozent. Mit einem Anstieg rechnet derzeit niemand.

Doppelt so viele über 65-Jährige bis 2015

Ganz anders entwickelt sich der Altenquotient, der das Verhältnis der über 65-Jährigen in Relation zur erwerbsfähigen Bevölkerung im Alter von 20 bis 65 Jahren ausweist. 2011 lag er bei etwa 30. Im Jahr 1950 war der Altenquotient mit 16,3 Prozent nur annähernd halb so groß. Sein Anstieg flachte sich nur vorübergehend ab, weil derzeit die schwach besetzten Geburtsjahrgänge um 1945 aus dem Erwerbsleben austreten.

Die Zukunft ist schon angebrochenAb 2015 bis 2030 nimmt die Zahl der Menschen über 65 wieder steil zu, weil dann die Baby-Boomer-Generation aus den 60er Jahre in Rente geht. 2050 kommen dann immerhin 64 ältere Menschen auf je 100 Personen im Erwerbsalter.

Das hat Folgen für die gesetzliche Rentenversicherung. Immer weniger Beitragszahler müssen für immer mehr Ältere die Rentenzahlungen finanzieren. Heute beträgt das Verhältnis von Rentnern zu Beitragszahlern 34:100, im Jahr 2060 wird es bei 67:100 stehen. Den Erwerbstätigen stehen also fast doppelt so viele Rentner gegenüber.

Rentenversicherung in der zweiten Demographie-Zange

Durch die höhere Lebenserwartung müssen nicht nur viel mehr Renten bezahlt werden, sondern auch noch länger. Wegen der erfreulich gestiegenen Lebenserwartung wächst die Zahl der Lebensjahre, die nach Renteneintritt verbleiben immer weiter an. Die Statistiker gehen davon aus, dass 2060 Frauen im Alter von 65 Jahren noch mit 25 Jahren Lebenszeit rechnen können, gleichaltrige Männer mit mindestens 22 Jahren.

Die Zukunft ist schon angebrochenSpanne zwischen guter und schlechter Ausführung wird unterschätzt

Seiner Ansicht nach unterschätzen viele Investoren die Spanne zwischen guter und schlechter Ausführung. „Mit einer Best Execution kann eine deutliche Ersparnis einhergehen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich das lohnt“, sagt er. Gerdes weist außerdem auf die Kostendegression bei höheren Volumina von Mandaten hin. Je größer das Mandat, desto einträglicher sei es für den Asset Manager. Viele ausländische Manager böten daher auch Volumenstaffeln bei den Fees an. Bei der Aufstockung eines Mandats könnten institutionelle Anleger dieses Thema durchaus ansprechen, meint Gerdes. Ebenso könne man gegebenen- falls bei schon langjährig laufenden Mandaten überlegen, das Thema Gebühren in ein Gespräch über die Performance mit einzubringen.

Geringe Kosten allein machen auch nicht glücklich

Das leuchtet ein, denn die Gewinnmargen mit zum Beispiel vor zehn Jahren vereinbarten Gebühren sind per heute immer noch groß. Zumal der Wettbewerb in der Investmentindustrie heute sehr stark ist. Dadurch haben Investoren jetzt mehr Verhandlungsspielraum als vor einigen Jahren. Gleichwohl machen geringe Kosten allein auch nicht glücklich. Lutz Johanning, Professor an der WHU, schrieb 2011 in einer Untersuchung zu Kosten, dass Anleger auf eine adäquate Vergütung des Fondsmanagements, aber auch der Ausführung und des Research achten sollten. Zu hohe Kosten würden unnötig die Performance belasten, zu geringe Kosten könnten dauerhaft ungewünschte Effekte wie eine verdeckte Quersubventionierung oder ein weniger engagiertes Fondsmanagement nach sich ziehen. Aus Letzterem könnte eine schlechtere Performance resultieren.

Kosten der eigenen Organisation analysieren

Pensionseinrichtungen prüfen und analysieren nicht zuletzt die Kosten der eigenen Organisation. Wie ist man aufgestellt? Sind die eigene Organisation und die Arbeitsteilung effizient? Was leistet man in Eigenregie und wofür beauftragt man externe Dienstleister? Auch mit diesen Fragen lassen sich Optimierungspotenziale abklopfen. Das Thema Kosten hat also eine breite Palette von Aspekten. Die Transparenz dazu muss man herstellen und abfragen. Erst dann können gute Entscheidungen getroffen werden. Letzten Endes entscheidet jeder institutionelle Anleger für sich, ob er für die tatsächliche Kostenstruktur eine für ihn adäquate, angemessene Leistung erhält.

Deutliche Ersparnis in der Summe und über die Zeit

Zwar bleiben strategische Asset Allocation und Managerauswahl die wichtigsten Ertragsquellen; die Optimierung der Kostenstrukturen ist eine begleitende Maßnahme. Auch machen Kosteneinsparungen in den Ergebnissen der Kapitalanlage insgesamt auf den ersten Blick nicht viel aus. In der Summe kann über die Zeit jedoch eine deutliche Ersparnis erreicht werden. Weil das Thema Kostentransparenz ein detailliertes Bewertungs- und Analysewissen voraussetzt, ist die Hinzuziehung unabhängiger Experten zu empfehlen. Der BVV und die KZVK Dortmund haben damit gute Erfahrungen gemacht. Dies alles kommt den Beitragszahlern zugute, die angesichts vielfach unzulänglicher gesetzlicher Renten künftig wesentlich stärker auf betriebliche Altersvorsorge bauen müssen.

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