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Betriebliche Altersversorgung

Gemeinsam in einem Boot: So trägt der Arbeitgeber zur Rente bei.

Betriebliche Altersversorgung | 22.1.2016 Drucken

Was bringt die Betriebsrenten wirklich voran?

Haftungsfragen in der Niedrigzinsphase, doppelter Beitrag in der Sozialversicherung oder Opting-out – drei Stichworte, die derzeit im Fokus der Diskussion stehen, wenn diese sich um wirksame Perspektiven für die betriebliche Altersversorgung dreht.

Doch in einer aktuellen Studie kommen noch ganz andere Einschätzungen der bAV-Verantwortlichen zum Vorschein.

Befragt man in den Unternehmen nicht die Beschäftigten, sondern die Personalabteilungen zum Thema betriebliche Altersversorgung (bAV), nennen diese  oftmals fehlende finanzielle Ressourcen oder mangelndes Interesse der Mitarbeiter. Das sind zwei zentrale Aussagen der jüngst präsentierten Studie „Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand 2016“, die in Kooperation zwischen den Generali Versicherungen und dem F.A.Z.-Institut für Management-, Markt- und Medieninformationen GmbH entstand und von Forsa realisiert wurde. Diese Umfrage ergab außerdem, dass eine geplante Lockerung der Haftung des Arbeitgebers die bAV-Nachfrage kaum stärken dürfte.

Was bringt die Betriebsrenten wirklich voran?Diese Nachfrage stagniert seit mehreren Jahren, in mittelständischen Unternehmen sinkt sie sogar leicht. Im Vergleich zum Vorjahr nutzten 2015 weniger Mitarbeiter Angebote zur betrieblichen Altersvorsorge.

So sank der Anteil der Mitarbeiter unterhalb der Führungsebenen, die mindestens in einen bAV-Vertrag einzahlen, von 46,1 Prozent binnen eines Jahres auf 43,9 Prozent.

Für nahezu drei Viertel der befragten bAV-Entscheider (72 Prozent) ergibt sich diese Tendenz vor allem aus fehlenden finanziellen Reserven. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) verweisen auf die allgemein wenig ausgeprägte Bereitschaft von Arbeitnehmern, sich mit dem Thema „Vorsorge“ überhaupt zu beschäftigen.

Abgesehen vom hohen bürokratischen Aufwand, den 56 Prozent als hemmend bezeichnen, werden vor allem flexible Vorsorgelösungen als wichtig angesehen, die individuelle Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen. Viele bAV-Verantwortliche halten gegenwärtig verfügbare bAV-Produkte in dieser Hinsicht für „wenig attraktiv“ (42 Prozent). Wobei in diesem Punkt Unternehmen mit arbeitgeberfinanzierter Firmenrente weniger kritisch sind als die übrigen Betriebe. Offenkundig gilt diese Einschätzung vor allem der Entgeltumwandlung.

54 Prozent der bAV-Verantwortlichen verweisen zudem auf die fehlende finanzielle Beteiligung des Arbeitgebers. Die Unternehmen sehen die eigene Haftung nicht als überwiegenden Hinderungsgrund für eine bessere Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge an. Die Haftung für die Erfüllung der Zusage betrachtet nur etwa jeder dritte Befragte (32 Prozent)  als kritischen Punkt. Auch das gelegentlich favorisierte Opting-out-Modell steigert nach Meinung der Befragten die Verbreitung nur begrenzt. Lediglich 26 Prozent gaben an, dass daraus neue Impulse für die bAV entstehen.

Was bringt die Betriebsrenten wirklich voran?Folgt man den Ergebnissen der Umfrage, so krankt die Betriebsrente auch nicht an mangelnden Angeboten. Jedes der befragten mittelständischen Unternehmen besitzt inzwischen mindestens ein bAV-Angebot. Im Durchschnitt hält jeder Betrieb 1,5 (Vorjahr: 1,4) bAV-Durchführungswege parat. Sieben von zehn Firmen (71 Prozent) bieten Betriebsrentenmodelle mit einem Finanzierungsmix aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen an – gegenüber dem Vorjahr mit 67 Prozent gibt es hierbei eine leichte Steigerung. Der Anteil rein arbeitgeberfinanzierter Angebote stieg hingegen noch deutlicher: nach 18 Prozent im Vorjahr bietet jetzt mehr als jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) eine solche bAV-Lösungen an.

Der Großteil des Mittelstands setzt dabei auf Versicherer, um das bAV-Angebot zu realisieren. Für 78 Prozent (Vorjahr: 70 Prozent) ist die Assekuranz erster Ansprechpartner. Im Durchschnitt kooperieren Firmen jedoch mit zwei Anbietern beziehungsweise bAV-Dienstleistern. Knapp jedes vierte Unternehmen ist auch in Branchen- beziehungsweise tarifvertraglichen Versorgungswerken vertreten, die allerdings auch von Versicherern als Konsortialführer maßgebend mitgestaltet werden. Ausschlaggebend für die Wahl des Kooperationspartners sind dabei vornehmlich Transparenz (95 Prozent), ein fester Ansprechpartner (89 Prozent) sowie die individuelle Beratung jedes Arbeitnehmers (87 Prozent).


Forsa-Umfrage im Auftrag der Generali Versicherungen und des FAZ-Instituts; 01/2016


 

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