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Betriebliche Altersversorgung

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Betriebliche Altersversorgung | 17.3.2020 Drucken

Niedrigzins treibt Pensionsverpflichtungen

Der Wert der Pensionsverpflichtungen der 30 DAX-Unternehmen stieg im vergangenen Jahr von 365,3 Milliarden Euro auf etwa 409 Milliarden Euro.

Das ergaben Hochrechnungen und Schätzungen des Beratungsunternehmens Mercer auf der Grundlage der veröffentlichten Geschäftsberichte dieser Unternehmen sowie aktueller Kapitalmarktinformationen.

Zinsen und DividendenIm gleichen Zeitraum nahm das Pensionsvermögen, das diesen Verpflichtungen gegenübersteht, von 245,6 Milliarden Euro auf etwa 274 Milliarden Euro zu. Der Deckungsgrad für die Verpflichtungen liegt wie im Jahr davor bei 67 Prozent. Die Auswirkungen des Coronavirus führen jedoch zu erheblichen Belastungen im gerade begonnenen Geschäftsjahr 2020, warnt die Beratungsgesellschaft. Die Verpflichtungen erreichen neue Rekordhöhen, während das Vermögen an Wert verloren hat.

Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht

Vor allem der Niedrigzins belastet die Entwicklung der Pensionsverpflichtungen. So ist der Rechnungszins zum Teil auf ein Prozent und darunter gefallen. Bei einem sinkenden Rechnungszins steigen im Gegenzug aber die Verpflichtungen an, weil aus heutiger Sicht mehr Finanzaufwand erforderlich ist, um die künftigen Betriebsrenten zu bezahlen. Das Ende der Fahnenstange sei noch nicht erreicht. „Allein die Marktentwicklungen aufgrund des Coronavirus seit Anfang des Jahres haben das Zinsniveau mittlerweile um bis zu 0,4 Prozentpunkte sinken lassen. Sofern sich diese Entwicklung nicht wieder entspannt, würde das im Verpflichtungsvolumen weitere 25 Milliarden Euro bedeuten“, erläutert Thomas Hagemann, Chefaktuar von Mercer Deutschland.

Zu beachten sei allerdings, so Mercer, dass es sich beim Anstieg der Pensionsverpflichtungen zunächst nur um eine rein bilanzielle Bewertung handelt. Die Verpflichtungen selbst sind nicht zinsabhängig. An den zugesagten Versorgungsleistungen ändert sich nichts durch die Zinsentwicklung. Andere Faktoren, wie zum Beispiel die Zusammensetzung des DAX, spielten für die Veränderung der Verpflichtungswerte nur eine untergeordnete Rolle.

Weiter hohe Schwankungen zu befürchten

Das Pensionsvermögen profitierte durch die überwiegend positiven Trends an den internationalen Aktienmärkten. Das vergangene Jahr fiel für Aktien zwar turbulent aus, brachte unter dem Strich aber einen signifikanten Anstieg des Pensionsvermögens. Davon ist aber durch die Entwicklungen zu Beginn dieses Jahres vieles schon wieder verloren. So geht Jeffrey Dissmann, Leiter Investment Consulting in Deutschland bei Mercer, von einem Verlust von mehr als 20 Milliarden Euro Pensionsvermögen aus. Die  Mercer-Experten rechnen zudem mit weiter hohen Schwankungen an den Kapitalmärkten.

Daher sei es empfehlenswert, moderne Zusageformen zu wählen, insbesondere ohne Zinsgarantien. „Allerdings könnte gerade die aktuelle Entwicklung dazu führen, dass die durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz eingeführten reinen Beitragszusagen von den Gewerkschaften nicht angenommen werden und diese wichtige Chance vertan wird“, befürchtet Hagemann.

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