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Betriebliche Altersversorgung

Gemeinsam in einem Boot: So trägt der Arbeitgeber zur Rente bei.

Betriebliche Altersversorgung | 31.12.2015 Drucken

Fundstellen 2015: betriebliche Altersversorgung

Die folgenden Studien, Umfragen und Dossiers zur betrieblichen Altersversorgung wurden im Jahr 2015 veröffentlicht. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge weist kurz auf den Inhalt und die Fundstellen hin:

Falsche Anreize bei Vorstandspensionen. Pensionszusagen für Vorstände sind teils üppig, und sie tragen durch falsche Anreize oft nicht zu den Erfordernissen einer nachhaltigen Unternehmensführung bei. Eine neue Untersuchung im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung gibt eine Bestandsaufnahme – und macht Vorschläge, was sich ändern ließe. Die Bestandsaufnahme in den Börsensegmenten von Dax bis S-Dax zeigt: Die Altersversorgungssysteme für Vorstände unterscheiden sich in der Höhe der Auszahlungen und in ihrer Konstruktion teils erheblich. Nach wie vielen Dienstjahren die maximale Leistung erreicht wird, ob ein bestimmter Eurobetrag zugesagt, ein Prozentsatz des letzten Fixgehalts festgelegt, eine bestimmte Mindestverzinsung des zurückgestellten Kapitals garantiert wird oder welches Lebensalter als Pensionsgrenze gilt: All dies variiert. Doch von einer Verknüpfung der Altersvorsorge an Nachhaltigkeitskriterien sind die Unternehmen oft noch weit entfernt.

November 2015 / Hans-Böckler-Stiftung / Zur Untersuchung

Sinkende Renditen bei Pensionsvermögen. Die Renditeerwartung des durchschnittlichen Anlageportfolios deutscher Pensionseinrichtungen schrumpft auf 2,8 Prozent pro Jahr. Obwohl dadurch Renditeziele voraussichtlich verfehlt werden, scheuen die Investoren eine Anpassung ihrer Asset Allocation: Der Anteil an konservativen Papieren in den Portfolios hat im Vergleich zum Vorjahr sogar noch zugenommen. Dies zeigt die Studie Pension Risk Management und Anlage von Pensionsvermögen von Towers Watson. Auch ein breitgefächertes Rentenportfolio könne fehlende Renditetreiber im Gesamtportfolio nicht ausgleichen, so Towers Watson. Da Anleger vor größeren Investments in Aktien oder alternative Anlageklassen zurückscheuen, bleiben viele hinter ihren Renditezielen zurück. Im Vorjahr lag die zehnjährige Renditeerwartung noch bei 3,9 Prozent pro Jahr, 2015 ging sie um 1,1 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent zurück. Die befragten Unternehmen investieren ihre Pensionsvermögen zu 63 Prozent in Renten (2014: 59%), zu 29 Prozent in Aktien (2014: 27%) und jeweils zu 4 Prozent in Immobilien und Alternatives (2014 zusammen 10%).

Oktober 2015 / Towers Watson / Zur Studie

Kostentransparenz wichtiger als Rendite. Die Deutschen schätzen die betriebliche Altersvorsorge (bAV) als sehr wichtig für eine ausreichende finanzielle Absicherung im Alter ein. Entsprechend würde fast jeder Zweite der bAV künftig ein stärkeres Gewicht als bisher einräumen. Die Rendite der bAV ist den Deutschen dabei deutlich weniger wichtig als Kostentransparenz. Die aktuellen Kosten werden vielfach als zu hoch empfunden. Dies sind Ergebnisse einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der KAS Bank durchgeführt hat.

Juni 2015 / forsa, KAS Bank / Umfrage

Statistik zu Aufwänden und Anwartschaften. Unter dem Titel „Verdienste und Arbeitskosten – Aufwendungen und Anwartschaften betrieblicher Altersversorgung“ legte das Statistische Bundesamt eine umfangreiche Sammlung verschiedener Daten zur bAV vor. Diese detaillierte Auswertung erfolgte nach der Arbeitskostenerhebung von 2008 zum zweiten Mal. Dargestellt werden Anwartschaften, Beschäftigte mit Anwartschaften und Aufwendungen der bAV für die verschiedenen Wirtschaftszweige, differenziert nach Durchführungswegen der bAV und aufgeteilt nach Größenklassen.

Juni 2015 / Statistisches Bundesamt / Zur Datensammlung

Investitionen in alternative Anlageklassen nehmen zu. Durchschnittlich 14 Prozent des Gesamtanlagevolumens europäischer Pensionspläne ist in alternative Anlageklassen investiert (2014: 12 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt der Mercer European Asset Allocation Survey 2015, der mehr als 1.100 europäische betriebliche Altersversorgungseinrichtungen mit einem Anlagevolumen von über 950 Mrd. Euro berücksichtigt. Laut Studie hat die Aktienquote in Kontinentaleuropa leicht zugenommen, während sie in Irland und UK gefallen ist.

Mai 2015 / Mercer / Zum Survey
Opting-out-Modelle wecken Hoffnungen im Mittelstand. Der Mittelstand in Deutschland setzt große Hoffnungen auf das Opting-out-Modell, wenn es darum geht, auch Geringverdiener und Teilzeitbeschäftigte in die betriebliche Altersversorgung einzubeziehen. Fast drei Viertel (72 Prozent) der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland sind überzeugt, dass ein kollektives Einbeziehen der Arbeitnehmer in die bAV mit individueller Widerspruchsmöglichkeit die Verbreitung deutlich steigern kann. Dies zeigt die aktuelle Untersuchung „bAV-Kompass Mittelstand“ der Universität Leipzig im Auftrag der R+V Versicherung. Aktuell können sich 35 Prozent der Firmen die Einführung von Opting-out in ihrem Betrieb vorstellen, 13 Prozent haben sich das Modell bereits näher angeschaut. Noch deutlich größer wäre die Zustimmung, wenn es eine gesetzliche Grundlage für Opting-out gäbe.

Mai 2015 /& Universität Leipzig, R+V Versicherung / Zum bAV-Kompass Mittelstand

Nahles-Rente – von vornherein europarechtswidrig? Der geplante neue Paragraf 17b im Betriebsrentengesetz, mit dem gemeinsame Fonds der Tarifpartner für die betriebliche Altersversorgung und reine Beitragszusagen eingeführt werden sollen, für die inzwischen der Begriff „Nahles-Rente“ geprägt wurde, ist nach Auffassung von Prof. Dr. Hans-Peter Schwintowski von der Berliner Humboldt-Universität mit großer Wahrscheinlichkeit von vornherein europrechtswidrig. Er enthielte eine massive Wettbewerbsbeschränkung. Außerdem dürfte auch Artikel 12 Grundgesetz, der die Berufsfreiheit schützt, verletzt sein. Dieses Grundrecht gewährt den Unternehmen und Arbeitgebern das Recht, ihre Entscheidungen für die betriebliche Alterssicherung im Wettbewerb zu treffen, also den Durchführungsweg und Produktpartner zu wählen, der ihnen zur Erfüllung ihrer Wünsche und Bedürfnisse angemessen und richtig erscheint.

März 2015 / Prof. Dr. Hans-Peter Schwintowski / Zur Begründung

Arbeitgeber lehnen Tariffonds mehrheitlich ab. Der geplanten Einführung von Tariffonds steht die überwiegende Mehrheit der Arbeitgeber reserviert gegenüber. Einer Umfrage zufolge würden lediglich 26 Prozent der Unternehmen diesen Schritt begrüßen. Noch entschiedener fiele die Ablehnung im Falle der Einbeziehung nicht tarifgebundener Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus: Im Rahmen einer von Longial initiierten TED-Umfrage unter den Teilnehmern der 16. Handelsblatt-Jahrestagung Betriebliche Altersversorgung können nur vier Prozent der Befragten diesem Modell etwas Positives abgewinnen.

März 2015 / Longial, Euroforum / Zur Umfrage

Niedrigzins treibt Pensionsverpflichtungen. Die niedrigen Leitzinsen in der Euro-Zone hinterlassen deutliche Spuren bei den Pensionsverpflichtungen deutscher Unternehmen. Weil sich die Berechnungsgrundlagen verändern, steigen die Verpflichtungen deutlich an, während die Ausfinanzierungsgrade der Planvermögen in DAX und MDAX zurückgehen. Zugleich konnten die Unternehmen ihr Planvermögen im Jahr 2014 deutlich ausbauen und ihre Renditen auf sehr hohem Niveau halten. Das zeigt die Modellberechnung „German Pension Finance Watch“ des Beratungsunternehmens Towers Watson.

Februar 2015 / Towers Watson/ Zum German Pension Finance Watch

20 Millionen bAV-Anwartschaften. Die Zahl der aktiven Anwartschaften in der betrieblichen Altersversorgung ist seit den Reformen im Jahr 2001 deutlich von rund 14,6 auf rund 20,1 Millionen bis Ende 2013 gestiegen. Das geht aus dem Forschungsbericht „Trägerbefragung zur betrieblichen Altersversorgung  2013“ hervor, den das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bei TNS Infratest in Auftrag gegeben hatte. Der Zuwachs entfällt überwiegend auf die Privatwirtschaft (plus 5,3 Millionen) und zu einem geringeren Anteil auf den öffentlichen Sektor (plus 187.000). Innerhalb der Privatwirtschaft ist die Steigerung bei den Pensionskassen am stärksten: Hier sind die Anwartschaften zwischen 2001 und 2013 um 3,4 auf 4,8 Millionen gestiegen. Sie haben damit nahezu aufgeschlossen zur Zahl der Direktversicherungen (4,9 Millionen) und liegen mittlerweile vor dem Aufkommen von Anwartschaften per Direktzusage und Unterstützungskassen mit zusammen 4,6 Millionen. Bei den Pensionsfonds bestehen 448.000 aktive Anwartschaften.

Januar 2015 / BMAS, TNS Infratest Sozialforschung / Zur Befragung

Potentiale verpuffen. Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist die beliebteste Form der Vorsorge in Deutschland. Dennoch nutzt weniger als ein Drittel der Beschäftigten die Entgeltumwandlung. Fehlende Angebote und unzureichende Information der Unternehmen sind die häufigsten Gründe, warum Mitarbeiter nicht von Vorteilen der bAV profitieren. Das sind einige Kernaussagen der PwC-Studie „Betriebliche Altersversorgung“. Für sie wurden 1.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte befragt.

Januar 2015 / PricewaterhouseCoopers / Zur Studie

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