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Arbeitswelt

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Arbeitswelt | 14.6.2019 Drucken

Reallöhne in Europa legen weiter zu

Deutschland nahm mit einer Steigerung der Tariflöhne in Höhe von drei Prozent 2018 einen Spitzenplatz unter den EU-Staaten ein.

Da die Preise wieder anzogen, fielen die realen Tarifsteigerungen jedoch deutlich geringer aus. Dennoch gilt für Deutschland wie für Europa: 2018 wuchsen die Reallöhne wieder. Das zeigt der Europäische Tarifbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

GeldNeben den Tarifabschlüssen wirken noch andere Faktoren auf die tatsächlich gezahlten Löhne und Gehälter, zum Beispiel Veränderungen bei der Arbeitszeit und Verlagerung von Beschäftigung zwischen den Wirtschaftszweigen mit unterschiedlichen Lohnniveaus. So wirkt sich auf die Reallöhne auch aus, wenn neue Stellen vermehrt im Dienstleistungsgewerbe entstehen, wo die Gehälter traditionell  niedriger ausfallen im Vergleich zu Industriearbeitsplätzen. Letzteres muss man zum Beispiel immer im Blick haben, wenn man die Reallohnentwicklung in Deutschland in den zurückliegenden Jahren analysiert.

Anstieg in allen Mitgliedsländern

Wie bei den Tariflöhnen fand auch bei den nominalen Effektivlöhnen 2018 ein deutlicher Anstieg von 2,8 Prozent in den EU-Staaten insgesamt statt. Anders als noch im Vorjahr stiegen die nominalen Entgelte in allen Mitgliedsländern. Der Tarifbericht weist aber auf die große Spannweite hin. Sie reicht von 0,1 Prozent (Zypern) bis 18,4 Prozent (Rumänien). „Mit Ausnahme von Frankreich und Finnland stiegen die Arbeitnehmerentgelte in allen Ländern Nord- und Westeuropas um zwei Prozent oder mehr“, schreibt Berichterstatter Malte Lübke. In Südeuropa dagegen fiel das Wachstum verhaltener aus.

Dagegen gab es in den Ländern Osteuropas mit Ausnahme Kroatiens deutlich höhere Zunahmen, die allerdings auch von höheren Produktivitätszuwächsen getragen wurden. Nach Abzug der Preisentwicklung verblieb den Arbeitnehmern in 23 der 28 EU-Staaten ein Reallohnzuwachs. Für Deutschland betrug er im vergangenen Jahr 1,0 Prozent. Am höchsten war der Zuwachs der Reallöhne in Rumänien (13,7 Prozent) und in Ungarn (6,6 Prozent).

Prognose 2019: wieder Zunahme, aber langsamer

Für das laufende Jahr rechnet die Europäische Kommission mit einer leichten Verlangsamung der nominalen Lohnentwicklung im Bereich der EU insgesamt. Für Deutschland trifft das allerdings nicht zu. Hier geht die Prognose von einer Steigerung um 3,2 Prozent aus. Bei der bislang erwarteten Inflation bliebe davon ein Reallohnzuwachs von 1,7 Prozent.

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