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Arbeitswelt

Auf Wandel eingestellt: Mit Wissen und Erfahrung

Arbeitswelt | 23.1.2019 Drucken

Prekariat auf der Plattform?

Plattformbasierte Geschäftsmodelle werden tiefe Spuren in der weiteren Entwicklung der Arbeitswelt hinterlassen. Zu dieser ziemlich einhelligen Meinung gelangen Experten in einer Delphi-Studie, die das Deutsche Institut für Altersvorsorge unlängst vorstellte.

Uber oder Helpling kennen inzwischen viele. Auf der einen Plattform verdingen sich Fahrzeugbesitzer als Taxichauffeure, auf der anderen stehen haushaltsnahe Dienstleistungen zur Verfügung. Beide gehören zu den digitalen Plattformen, die online Arbeitskraft vermitteln.

Upwork, Smartjobr, Gulp oder Twag stehen zwar nicht so im Rampenlicht, machen im Grunde aber nichts anderes. Sie bringen ebenso Ingenieure, Programmierer, Redakteure, Lektoren, Buchhalter und andere Fachkräfte mit Auftraggebern zusammen. Die Plattformökonomie ist auf dem Vormarsch, zwar noch behutsam, aber nachdrücklich.

 

Plattformökonomie

Quelle: DIA-Delphi-Studie „Zukunft der Arbeit“

 

„Es ist kaum übertrieben zu sagen, dass die Plattformökonomie drastisch gewandelt hat, was ein Unternehmen ist und was es ausmacht: Auf Plattformen steht einer großen Masse von Arbeitskraftanbietenden eine kleine Gruppe von Angestellten gegenüber, die für den Betrieb der Plattform und die Pflege des Netzwerkes verantwortlich ist“, stellt Nora S. Stampfl, Autorin der DIA-Studie „Zukunft der Arbeit“, fest. Unmittelbare Konsequenz dieser neuen Arbeitsorganisation sei auf der einen Seite das Wegfallen mit einer Festanstellung verbundener Rechte. Auf der anderen Seite ist der Plattformarbeitende autonom und selbstbestimmt tätig.

Weitere Ausdifferenzierung des Arbeitsmarktes

Die Experten, die im Rahmen der Delphi-Studie befragt wurden, stehen plattformbasierten Geschäftsmodellen bezüglich deren Wirkung auf die Arbeitswelt allerdings eher skeptisch gegenüber. „Eine Mehrheit sagt voraus, dass die Plattformökonomie weiter zu einer Ausdifferenzierung des Arbeitsmarktes beiträgt, weil Arbeitende dort vermehrt neben ihrer Haupterwerbstätigkeit aktiv sind“, erläutert Studienautorin Stampfl. „So wird erwartet, dass aufgrund der niedrigen Markteintrittsbarrieren und der Flexibilität der Arbeitsgestaltung ein größerer Personenkreis als bisher Dienste anbieten wird. Gleichzeitig werden von einer großen Mehrheit der Teilnehmenden die ausgeprägte Monopolstellung sowie dadurch entstehenden Machtasymmetrien zugunsten der Plattformbetreiber problematisiert.“

Vorschub für Solo-Selbstständige

Ein weiterer Trend: Die Plattformökonomie kurbelt nach Meinung der Experten die Solo-Selbstständigkeit mit ihren negativen Seiten weiter an. So erwartet ein Großteil der Experten, dass Plattformarbeit Prekarisierung Vorschub leistet. Ob dieser Tendenz ein Riegel vorgeschoben werden kann, indem sich Plattformstrukturen tendenziell traditionellen Unternehmensstrukturen anpassen und beispielsweise Arbeitende durch Anstellungsverhältnisse anstelle von Selbstständigkeit an sich binden, darüber gehen die Meinungen der Experten auseinander.

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