Ratenkredit
Was kostet ein Konsumentenkredit im Monat und insgesamt?
Hinweise zu der Berechnung
Kurz- und mittelfristige Kredite werden von Banken und Sparkassen als Ratenkredit mit Laufzeitzinssatz gewährt. Darunter verstehen die Bankmathematiker: Der Zinssatz für diese sogenannten Konsumentenkredite (synonym zu Privatdarlehen, Anschaffungsdarlehen, Tilgungsdarlehen, persönlicher Kleinkredit u.a.) werden als Monatszinssatz angegeben, zum Beispiel 0,44 %. Die Zinsen werden im voraus auf den ursprünglichen Kreditbetrag berechnet und dem Kreditbetrag hinzugerechnet. Der Kreditnehmer muss diesen Gesamtbetrag in der vereinbarten Laufzeit, die normalerweise in Monaten angegeben wird, tilgen (deshalb: Laufzeitzinssatz, nämlich regelmäßiger Zinssatz für die vereinbarte Laufzeit).

Oft wird zusätzlich eine Bearbeitungsgebühr erhoben, die in der Regel 2% vom ursprünglichen Kreditbetrag beträgt.

Um die Konditionen von verschiedenen Angeboten vergleichbar zu machen, sind die Kreditinstitute verpflichtet, neben dem Nominalzins auch den sog. Effektivzins auszuweisen. In diesem Effektivzins werden neben Nominalzins auch Gebühren und die Art der Zins- und Tilgungsverrechnung einbezogen. Diese Berechnung nach der Preisangabenverordnung (PAngVO) geht von der 360-Tage-Methode aus.

Eine Besonderheit bei der Zinsberechnung greift dann, wenn Valutierung (Auszahlung des Darlehens) und der ersten Raten weniger / mehr als 30 Zinstage liegen. Da Zins und Tilgung regelmäßig nachschüssig (im nachhinein) dem Darlehenskonte gutgeschrieben werden, werden durch Anlaufzinsen eventuell entstehende Zinsen ausgeglichen. Um die Anlaufzinsen zu berechnen, wird ein sog. Nettoeffektivzinssatz, der die Bearbeitungsgebühr nicht einbezieht, ermittelt.