Die demografische Entwicklung sorgt europaweit für einen Umbruch in den Sozialsystemen. Auf unterschiedliche Weise versuchen die Staaten, den finanziellen Druck auf die umlagefinanzierten Rentensysteme durch Eigenvorsorge und ein höheres Renteneintrittsalter abzubauen und die Generationengerechtigkeit damit neu zu organisieren.
Im EU-Durchschnitt ist der Anteil der Sozialausgaben für die Älteren etwa dreimal so hoch wie der für die Jüngeren. Auffallend ist allerdings die große Spannbreite der Ausgaben: Italien wendet etwa 70 Prozent des Sozialbudgets für die ältere Generation auf (etwa 15 Prozentpunkte mehr als der EU-Durchschnitt), während Irland weniger als ein Drittel (das sind 25 Prozentpunkte weniger als der EU-Durchschnitt) dafür ausgibt. In der Zukunft wird sich die Alterung jedoch stark beschleunigen, so dass Verdrängungseffekte in den umlagefinanzierten Sozialausgaben zu Lasten der Jüngeren nicht mehr auszuschließen sind.
Außer in den Niederlanden macht die staatliche Rente in den untersuchten Staaten heute noch mindestens knapp drei Viertel des durchschnittlich verfügbaren Alterseinkommens aus (siehe Tabelle). In den Ländern, die nur einen geringen Anteil an Eigenvorsorge kennen, sind es sogar über 90 Prozent. In Staaten mit einem beachtlichen Teil an Eigenvorsorge werden bereits mindestens 20 Prozent des Alterseinkommens auf betrieblicher oder privater Vorsorge finanziert.

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