Geld, Einkommen und Vermögen

Einkommen älterer Menschen

Art und Verbreitung der Alterseinkommen der Bevölkerung ab 65 Jahren
Die Gesetzliche Rentenversicherung ist nach wie vor das am weitesten verbreitete Alterssicherungssystem. In den alten Bundesländern beziehen 91% der Männer im Alter ab 65 Jahren eine eigene Rente der Gesetzlichen Rentenversicherung, bei den Frauen sind es 82%. In den neuen Bundesländern beträgt der Anteil jeweils 99%. Gemessen am Nettogesamteinkommen hat sich die wirtschaftliche Situation der Rentnerinnen und Rentner über 64 Jahren in den vergangenen Jahren weiter verbessert.


 
Niedrige Renten sagen nur wenig über das Nettoeinkommen der Rentner aus. Insbesondere lässt eine kleine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung keine Rückschlüsse auf Altersarmut zu, da sie i.d.R. mit weiteren Einkommen kumuliert. Verheiratete Männer mit eigener Gesetzlicher Rente unter 275 EUR im Monat verfügen zusammen mit ihrer Ehefrau in den alten Bundesländern im Durchschnitt über ein Nettoeinkommen von knapp 2.400 EUR monatlich. Für die neuen Bundesländer werden fast keine verheirateten Männer mit einer Rente unter 275 EUR nachgewiesen.

o Allein stehende Männer mit eigener Gesetzlicher Rente unter 275 EUR im Monat haben in den alten Bundesländern im Durchschnitt ein Nettoeinkommen von rund 1.350 EUR monatlich.

o Verheiratete Frauen mit eigener Gesetzlicher Rente unter 275 EUR im Monat verfügen zusammen mit ihrem Ehemann in den alten Bundesländern im Durchschnitt über ein monatliches Nettoeinkommen von knapp 1.950 EUR und in den neuen Bundesländern über gut 1.550 EUR.

o Allein stehende Frauen (ledig, geschieden oder verwitwet) mit eigener Gesetzlicher Rente unter 275 EUR im Monat haben in den alten Bundesländern im Durchschnitt ein monatliches Nettoeinkommen von rund 1.000 EUR und in den neuen Bundesländern von knapp 900 EUR.

o Von allen Rentnern mit weniger als 275 EUR eigener Rente im Monat ist nur ein verschwindend geringer Teil tatsächlich Bezieher von Niedrigeinkommen und empfangen deshalb in der Regel die von der Bundesregierung zusätzlich eingeführte bedarfsorientierte Grundsicherung.


 




 
Von den befragten Personen, die als letzte berufliche Stellung Arbeiter oder Angestellter angaben, verfügten 71% über Zusatzeinkünfte neben der eigenen Rente aus der Gesetzlichen Rentenversicherung. In den alten Bundesländern erhalten 55% der Männer eigene Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung der Privatwirtschaft oder aus der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes; bei den Frauen waren dies 19%. In den neuen Bundesländern können diese Versorgungssysteme bei den heutigen Rentnern noch keine nennenswerte Rolle spielen. Einkommen aus Vermietung, Verpachtung, Zinserträgen, Lebensversicherungen und privaten Rentenversicherungen erhalten 39% der Männer und 36% der Frauen in den alten Bundesländern. In den neuen Bundesländern waren es sogar 42% der Männer und 36% der Frauen. Die angegebene Höhe beträgt verglichen mit den alten Bundesländern aber nur weniger als die Hälfte. Für Frauen haben neben eigenen Renten vor allem Witwenrenten eine große Bedeutung.


 
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