Nicht einmal jeder vierte Neurentner im Jahr 2004 ist unmittelbar zuvor einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nachgegangen. Vor allem in Ostdeutschland war ein Großteil (bis zu 40 Prozent) zuvor arbeitslos gemeldet. In den alten Bundesländern war die Gruppe der passiv Versicherten, wie etwa Hausfrauen, die vor dem Ausstieg aus dem Erwerbsleben Rentenansprüche erworben haben, sehr groß. Die meisten Rentner, die unmittelbar zuvor in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis standen, leben in Berlin, Hamburg und Bremen, in Baden-Württemberg, sowie in Mittel- und Südhessen.
Die Wahrscheinlichkeit, das reguläre Rentenalter von derzeit 65 Jahren zu erreichen, ist je nach Branche verschieden hoch. So bezog etwa unter den Zimmermännern und Dachdeckern jeder zweite eine Erwerbsminderungsrente. In Dienstleistungsberufen steigt dagegen der Anteil der älteren Arbeitnehmer. Diese sind seltener als Beschäftige in der Industrie und im Handwerk von gesundheitlichen Problemen betroffen.