Deutsches Institut für Altersvorsorge

Daten & Fakten

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Gesetzliche Rentenversicherung

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Probleme der GRV

Wohin steuern Beitragssatz und Rentenniveau?

Nach dem Rentenversicherungsbericht 2011 (mittlere Variante der Modellrechnung) entwickelt sich der Beitragssatz im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte von 20 Prozent bis zum Jahr 2020 und von 22 Prozent bis zum Jahr 2030. Voraussetzung dafür, dass diese Prognose eintrifft ist laut Bericht eine „mittlere Beschäftigungsentwicklung“ mit einer jährlichen Zuwachsrate des Durchschnittseinkommens von 2,9 Prozent. Diese Annahme ist als relativ optimistisch einzuschätzen. Zum Vergleich: In den vergangenen 10 Jahren ist das durchschnittliche Jahresarbeitsentgelt um durchschnittlich 1,4 Prozent pro Jahr gestiegen. Setzt sich dieser Lohntrend fort, ist nicht damit zu rechnen, dass der Beitragssatz im Jahr 2020 unter 20 Prozent bleibt.

Das Rentenniveau vor Steuern sinkt laut Rentenversicherungsbericht von 50,2 Prozent im Jahr 2011 auf 47,8 Prozent im Jahr 2020 und weiter auf 46,2 Prozent im Jahr 2025 ab. Das Sicherungsniveau würde sich demnach im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Grenzen von 46 Prozent bis zum Jahr 2020 und von 43 Prozent bis zum Jahr 2030 bewegen.

An dieser Darstellung sind ebenfalls Zweifel angebracht. So ging etwa die Rürup-Kommission zur Nachhaltigkeit in der Finanzierung der Sozialen Sicherung in ihrem Abschlußbericht aus dem Jahr 2003 davon aus, dass das Rentenniveau mit der damals vorgeschlagenen und mittlerweile vollzogenen Reform (Einführung des Nachhaltigkeitsfaktors und Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre) im Jahr 2020 auf 42,6 Prozent und bis 2025 auf 41,5 Prozent fallen würde.


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