Daten & Fakten
Gesetzliche Rentenversicherung
Die Renten der Versicherten
Durchschnittliche Höhe der Renten nach Rentenarten
Betrachtet man die durchschnittlich gezahlten Renten nach ihrer Art, dem Geschlecht sowie West- und Ostdeutschland, lassen sich bestimmte Unterschiede feststellen. Bei allen Rentenarten, sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern, liegen die durchschnittlichen Renten von Frauen unter denen der Männer. Grund sind die kürzeren Beschäftigungs- und Versicherungszeiten von Frauen und die Tatsache, dass Frauen häufiger in Teilzeitarbeit arbeiten und im Durchschnitt auch weniger verdienen als Männer. In den neuen Bundesländern ist der Abstand zwischen den Rentenzahlbeträgen geringer als in den alten Bundesländern, da die Erwerbsbeteiligung insgesamt und Vollzeitarbeit bei Frauen in den neuen Bundesländern stärker ausgeprägt ist.
In den alten Bundesländern weisen bei den Männern die vorgezogenen Altersrenten, etwa wegen Arbeitslosigkeit, wegen Schwerbehinderung, oder bei der Altersrente für langjährig Versicherte, höhere Werte als die Regelaltersrente aus. Dies liegt daran, dass die vorgezogenen Altersrenten nur in Anspruch genommen werden können, wenn lange Versicherungszeiten erfüllt sind, während bei der Regelaltersrente eine Wartezeit von fünf Jahren reicht. Die Regelaltersrente wird insofern auch gerade von jenen sog. passiven Versicherten in Anspruch genommen, die nur für kurze Zeit, z.B. am Beginn ihrer Berufstätigkeit, versicherungspflichtig
beschäftigt waren, sich dann aber selbstständig gemacht haben oder ins Beamtenverhältnis gewechselt sind. Dementsprechend niedrig sind hier die Rentenansprüche.


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