Deutsches Institut für Altersvorsorge

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Bilanz der Sozialversicherung

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, verzeichnet die gesetzliche Sozialversicherung im ersten bis dritten Quartal 2010 ein Finanzierungsdefizit von 3,9 Milliarden Euro.
Die gesetzliche Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit (einschließlich Versorgungsfonds).

Gesetzliche Rentenversicherung:
In den ersten drei Quartalen 2010 erhöhten sich die Einnahmen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 183 Milliarden Euro, die Ausgaben stiegen um 185,7 Milliarden Euro. Daraus ergab sich ein Finanzierungsdefizit von 2,7 Milliarden Euro.

Gesetzlichen Krankenversicherung:
Die Einnahmen, die überwiegend aus Zuweisungen des Gesundheitsfonds bestehen, summierten sich in den ersten drei Quartalen 2010 auf 132,6 Milliarden Euro. Sie lagen damit um 3,4% über denen des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Zu dem Einnahmenanstieg trug insbesondere der höhere Bundeszuschuss an den Gesundheitsfonds von insgesamt 11,8 Milliarden Euro bei. Die Ausgaben erhöhten sich um 3,6% auf 131,5 Milliarden Euro. Die gesetzliche Krankenversicherung wies damit in den ersten drei Quartalen 2010 einen Finanzierungsüberschuss von 1,1 Milliarden Euro auf.

Bundesagentur für Arbeit:
Die Einnahmen der Bundesagentur für Arbeit (einschließlich Versorgungsfonds) stiegen um 9,2 Milliarden auf 28,8 Milliarden Euro. Die Ausgaben mit 31,3 Milliarden Euro um 11,7% unter denen der ersten drei Quartale 2009. Aufgrund des kräftigen Anstiegs der Einnahmen bei gleichzeitig gesunkenen Ausgaben reduzierte sich das Finanzierungsdefizit der Bundesagentur für Arbeit in den ersten drei Quartalen 2010 um 13,3 Milliarden auf 2,5 Milliarden Euro.

Gesetzliche Pflegeversicherung:
Sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben beliefen sich in den ersten drei Quartalen 2010 auf 16,0 Milliarden Euro und glichen sich somit aus. Im Vorjahresvergleich stiegen die Einnahmen um 2,3%, die Ausgaben um 6,0%. In den ersten drei Quartalen 2009 wies die gesetzliche Pflegeversicherung noch einen geringen Finanzierungsüberschuss von 0,6 Milliarden Euro auf.


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