Daten & Fakten
Volkswirtschaft und Demographie
Volkswirtschaft
Erwerbsleben wird brüchiger
Die durchschnittliche Erwerbsbiografie hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich gewandelt – das Arbeitsleben vieler Menschen ist lückenhafter und kürzer geworden. Dies verursacht u.a. große Probleme in der Alterssicherung. So hat sich der durchschnittliche Berufsstart verschoben, weil die Ausbildungszeiten länger wurden. Vor allem aber ist die frühe Arbeitslosigkeit heute stärker verbreitet als noch vor zwanzig Jahren.
Jeder zwanzigste 20- bis 30-Jährige war von 2003 bis 2007 mindestens zweieinhalb Jahre ohne Job. Bei den Unter-30-Jährigen der Anteil der Vollzeitbeschäftigten gesunken. Am wenigsten verändert hat sich der Anteil der Vollbeschäftigung unter den 30- bis 50-Jährigen. Die wesentliche Neuheit im Vergleich zu den 1980er- Jahren ist, dass nun mehr Frauen arbeiten wollen. Dabei ist jedoch nicht der Anteil der Frauen in Vollzeitjobs, sondern eher im Bereich der geringfügigen und Teilzeit-Beschäftigung gestiegen. Etwa jede sechste westdeutsche Frau zwischen 30 und 50 bleibt noch immer die meiste Zeit dem Arbeitsmarkt fern.
In der Altersgruppe der 51- bis 65-Jährigen hat sich ein Keil zwischen Arbeitsende und Rentenbeginn geschoben. Die Mehrheit der Erwerbstätigen wechselt nicht mehr aus dem Beruf in die Rente. Eine Überbrückungsphase ist am Ende des Erwerbslebens zur Regel geworden, und obwohl Kürzungen des Ruhegeldes drohen, gehen viele vorzeitig in Rente. Ein immer größerer Teil der Älteren ist von Arbeitslosigkeit betroffen, auch im Westen, noch deutlicher aber im Osten.







Download
Seite drucken
Hier finden Sie tagesaktuelle Nachrichten aus
den Onlineportalen aller
wichtigen deutschen
Tageszeitungen, sowie
Internetredaktionen. Angezeigt werden die wichtigsten Artikel zu den
Themen gesetzliche Rentenversicherung, betriebliche
Altersversorgung und private Altersvorsorge.