Daten & Fakten
Private Altersvorsorge
Lebenswelten und Altersvorsorge von Frauen
Frauen in der gesetzlichen Rentenversicherung
Das deutsche Rentensicherungssystem ist erwerbszentriert und geht von einem so genannten „Eckrentner“ aus, der seine Rentenanwartschaften aus 45 Beitragsjahren mit jeweils durchschnittlichem Einkommen herleitet. Frauen, gerade in Westdeutschland, entsprechen diesem inzwischen fiktivem Modell nicht. Die heutige Rentnergeneration (Jahrgänge 1945 und älter) spiegelt das ehemals geteilte Deutschland wider. Die Erwerbsbiographien und Lebensmodelle dieser Jahrgänge können deutlich auf die unterschiedlichen gesellschaftlichen Modelle der einstigen DDR und der ehemaligen Bundesrepublik zurückgeführt werden. Wenn Frauen im Westen erwerbstätig waren, hatten sie längere Phasen der Unterbrechung ihrer sozialversicherungspflichtigen Phasen vor allem wegen Erziehungszeiten oder sie wechselten von Vollzeit- in Teilzeitarbeitsplätze. Frauen aus dem Osten Deutschlands arbeiteten häufiger Vollzeit und hatten längere Anwartschaften, die geschlechtsspezifische Rentenlücke ist hier erheblich geringer. Insgesamt erreichen Männer in der Regel ein höheres Einkommen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Dies resultiert, wie schon erwähnt, aus den höheren Beitragszeiten der Männer und zum anderen fallen ihre Beiträge auch insgesamt höher aus.


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