Daten & Fakten
Gesetzliche Rentenversicherung
Probleme der GRV
Beitragszahler tragen die Kosten der Rentengarantie
Die Große Koalition hatte kurz vor den Bundestagswahlen 2009 ein Gesetz beschlossen, das Rentensenkungen grundsätzlich ausschließt: Wenn die Löhne fallen, bleiben die Renten trotzdem konstant. Das Mannheimer Forschungsinstitut Ökonomie und Demografischer Wandel MEA hat die daraus folgenden Belastungen für die Beitragszahler ermittelt. So wird der Beitragssatz über mehrere Jahre um 0,2 Prozentpunkte höher liegen. Zwar sollen die unterbliebenen Rentenkürzungen in den Folgejahren schrittweise nachgeholt werden, doch bis dahin summieren sich die Mehrkosten auf für die Beitragszahler auf 10 Milliarden Euro. Sollten die Rentenkürzungen nachgeholt werden, bleiben die Umverteilungseffekte – gemessen an der internen Rendite der GRV -zwar relativ gering. Dennoch birgt die Rentengarantie die Gefahr größerer Umverteilung von Jung nach Alt, wenn die Lohnsenkungen in zukünftigen Krisen größer ausfallen oder häufiger auftreten. Alle Schutzklauseln zusammengenommen könnten zu 4% höheren jährlichen Rentenausgaben, zu einem über zehn Jahre um 0,4 Prozentpunkte höheren Beitragssatz und insgesamt zu Mehrbelastungen der Beitragszahler von über 50 Milliarden Euro im Vergleich zu einer Situation ohne jegliche Schutzklausel führen.


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