Daten & Fakten
Volkswirtschaft und Demographie
Beschäftigung Älterer
Die Folgen einer längeren Lebensarbeitszeit für den Arbeitsmarkt
Nach Jahrzehnten des Geburtendefizits droht Deutschland und anderen Ländern künftig möglicherweise eine Arbeitskräfteknappheit. Das IAB prognostiziert einen Rückgang des Erwerbspersonenpotentials um 15 bis 18 Prozent zwischen 2005 und 2035. Dieser Rückgang übersteigt deutlich die heutige Arbeitslosigkeit. Deswegen wird zuweilen befürchtet, dass künftig viele Arbeitsplätze unbesetzt bleiben. Ein Rückgang der Zahl der Erwerbspersonen könnte allerdings zumindest vermieden werden, wenn die Erwerbsbeteiligung der älteren Arbeitnehmer deutlich steigen würde. Solch eine längere Erwerbstätigkeit würde nicht ohne Folgen für den Arbeitsmarkt bleiben. Derzeit sind nur gut eine Million der insgesamt fünf Millionen 60- bis 64-Jährigen noch erwerbstätig oder suchen zumindest Arbeit. Stiege das Erwerbsaustrittsalter nur um 3 Jahre, so würde sich das Arbeitskräfteangebot der 60- bis 64-Jährigen von heute rund einer Million bis zum Jahr 2025 nahezu auf 3,8 Millionen vergrößern. Auf diese Veränderung ist der gegenwärtige Arbeitsmarkt nicht eingestellt, nachdem über 30 Jahre hinweg mit staatlicher Unterstützung ein genau gegenteiliger Weg eingeschlagen wurde.


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